Zur Weihnachtszeit werden in Österreich täglich rund 375.000 Mülltonnen gefüllt. Das sind um zehn Prozent mehr als üblich. Um das Weihnachtsfest umweltfreundlicher zu gestalten, gibt es zahlreiche Tipps und Tricks.
Tipps der Umweltschutzorganisation Greenpeace zeigen aber, dass man das mit ein bisschen Planung nachhaltiger gestalten kann. "Bereits wenn man etwa eine Einkaufsliste für das Festtagsessen nutzt, kann man die Feiertage umweltschonender genießen", sagte Experte Herwig Schuster.
So wird das Weihnachtsfest 2022 umweltfreundlicher
Die Österreicherinnen und Österreicher geben jährlich rund 400 Euro für Weihnachtsgeschenke aus - vieles davon wird kaum genutzt oder nach den Feiertagen wieder retourniert. Für die Umwelt ist das katastrophal: Laut einer Greenpeace-Berechnung werden in Österreich jährlich 1,4 Millionen retournierte Pakete voll mit neuwertiger Kleidung und Elektronik vernichtet. Um Umwelt und Klima zu schonen, rät Greenpeace dazu, Zeit zu schenken - etwa indem man gemeinsam einen Ausflug mit der Bahn macht. "Auch Second-Hand-Shops können eine wahre Fundgrube für Geschenke sein, denen man ein zweites Leben einhauchen kann", hieß es.
Umweltschonenderes Weihnachten mit einem lebenden Christbaum
Auch die
mehr als 2,8 Millionen Christbäumen, die alljährlich in Österreich
aufgestellt werden, können grüner werden. Ein durchschnittlicher
Christbaum bindet im Lauf seines kurzen Lebens rund 16 Kilogramm
klimaschädliches CO2 aus der Atmosphäre. Werden sie entsorgt - meistens
verbrannt - wird das CO2 wieder freigesetzt. "Klima- und
umweltschonender ist es, etwa einen lebenden Weihnachtsbaum aus der
Region zu mieten und nach den Feiertagen wieder in die Erde einsetzen zu
lassen. Gute Alternativen sind aber auch selbstgebastelte
Baumvarianten, etwa aus abgefallenen Ästen oder eine umfunktionierte
Zimmerpflanze", rät Greenpeace.
Viele Lebensmittel landen nach dem Festessen im Restmüll
Das Festessen kann ebenfalls
leicht etwas nachhaltiger werden. Zu Weihnachten steigt der Anteil von
Lebensmittelabfällen im Restmüll immerhin von jahresüblichen 16 auf 26
Prozent. Damit landet laut Greenpeace umgerechnet mindestens eine
zusätzliche Mahlzeit pro Österreicher und Österreicherin im Müll. Um
diese Müllberge zu vermeiden, rät Greenpeace, eine Einkaufsliste
anzulegen und Rezepte nachzukochen, die ähnliche Zutaten brauchen.
Dadurch können Abfälle deutlich minimiert werden.
Zu Weihnachten ist Hochbetrieb in Altstoffsammelzentren
Viele
Österreicherinnen und Österreicher nutzen die Zeit um Weihnachten auch
für einen ausgiebigen Wohnungs- oder Hausputz samt Ausmisten -
dementsprechend herrscht auch in den Altstoffsammelzentren Hochbetrieb.
Auch hier kann man sparen: Wer etwa sein Talent zum Reparieren entdeckt
oder alten Dingen ein neues Leben schenkt, kann viel Müll vermeiden. Mit
dem Reparatur-Bonus der Bundesregierung können Privatpersonen mit
Wohnsitz in Österreich zudem bis zu 50 Prozent der Reparaturkosten von
bis zu 200 Euro decken.