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NEOS klagen über fehlende Reformen gegen Korruption

7-12-2022, 11:10

Die NEOS beklagen einen Mangel an Reformen und fordern mehr Tempo bei Gesetzesinitativen. Den ÖVP-U-Ausschuss verlängern die Pinken vorranging um Thomas Schmid erneut befragen zu können.

Die NEOS kritisieren ÖVP und Grüne, weil beide Parteien nicht genügend entsprechende Initiativen gesetzt hätten, um etwa verdeckte Parteispenden zu verhindern, kritisierte Parteichefin Beate Meinl-Reisinger am Mittwoch in einer Pressekonferenz. Sie forderte abermals ein schärferes Korruptionsstrafrecht, die Einsetzung eines Bundesstaatsanwaltes sowie die Abschaffung des Amtsgeheimnisses.

NEOS kritisieren fehlende Reformen der Regierung gegen Korruption

Ein Jahr sei Karl Nehammer (ÖVP) mittlerweile Bundeskanzler. Die Frage, die Meinl-Reisinger zum Jubiläum stellt: "Hat er irgendetwas getan in diesem Jahr, um aufzuräumen?" Die ÖVP sei angesichts zahlreicher Causae stattdessen "tief gekränkt, weil sie erwischt worden ist". Statt einer Entschuldigung stelle sich der Kanzler hin und entschuldige sich dafür, welches Bild die Politik im Allgemeinen abgegeben hat.

Die Grünen vermittelten wiederum den Eindruck, täglich beide Augen zudrücken zu müssen, befand Meinl-Reisinger. Gesetze würden nicht auf den Weg gebracht, die NEOS wollen daher künftig mehr Druck machen, um systemische Korruption besser belangen zu können, denn: "Nicht alles, was stinkt, ist strafrechtlich relevant." So sei Anfüttern noch immer möglich, da es keine Verschärfung im Korruptionsstrafrecht gegeben habe.

Verlängerung des ÖVP-U-Ausschuss der NEOS für erneute Schmid-Befragung

Auch die Verlängerung des ÖVP-Untersuchungsausschusses begrüßte Meinl-Reisinger. Auch der NEOS-Obfrau geht es dabei aber vorrangig um die nochmalige Befragung des ehemaligen Finanz-Generalsekretärs und potenziellen Kronzeugen Thomas Schmid und nicht darum, eine "Show" weiterzuziehen. Anlass für die erneute Kritik ist der kommende Internationale Tag der Antikorruption am Freitag.

(APA/Red)

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