Nun wird die Anschaffung von vier Polizeihelikoptern doch nicht gemeinsam mit dem Heer erfolgen. Jetzt soll es eine eigene Ausschreibung dafür geben.
Das Innenministerium sei nach Prüfung des kürzlich bereits kolportierten Vorhabens zum Schluss gekommen, "dass eine gemeinsame Beschaffung mit dem Verteidigungsministerium aufgrund rechtlicher Unsicherheiten und vorausgegangener, dementsprechender Judikatur nicht möglich ist".
Die rechtzeitige Beschaffung der vier neuen Helikopter für den Polizeidienst werde gewährleistet sein, wurde aus dem Innenressort betont. Das Innenministerium lege höchsten Wert auf größtmögliche Rechtssicherheit und einen unstrittigen Beschaffungsvorgang. Deshalb sei eine umfassende rechtliche Prüfung in Auftrag gegeben worden.
"Das Österreichische Bundesheer beschafft
Hubschrauber zur militärischen Verwendung, für die Hubschrauber der
Flugpolizei ist die zivile Nutzung des Fluggeräts erforderlich", hieß es
nun. "Eine gemeinsame Beschaffung
von militärischen Hubschraubern, die vom Bundesministerium für Inneres
aber zivil verwendet werden, wird von den Experten als rechtlich zu
unsicher eingestuft und könnte demnach als Umgehung einer Ausschreibung
für das Fluggerät ausgelegt werden."
Noch Mitte November hatte es geheißen, die Flugpolizei solle vier italienische Augusta Westland AW169 erhalten, dabei hätte es sich um eine vom Bundesheer übernommene Option gehandelt. Der Kauf war aber noch nicht vertraglich fixiert worden. Medial war danach über Höhe der Kosten, Ausstattung und Personalbedarf dieser Variante debattiert worden.