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Missbrauchs-Vorwürfe gegen NÖ Offizier: Noch keine Ermittlungen

18-11-2022, 14:04

Rund um die Causa eines hochrangigen Offiziers aus Niederösterreich, dem sexueller Übergriff auf eine Mitarbeiterin vorgeworfen wird, hat die zuständige Staatsanwaltschaft noch keine Ermittlungen aufgenommen.

Es liege weder Anzeige noch Sachverhaltsdarstellung vor, sagte ein Sprecher Freitagmittag auf APA-Anfrage. Heeresangaben zufolge waren die Unterlagen "am Weg". Publik gemacht worden war der Vorfall am Donnerstag durch das Bundesheer. Der Verdächtige bestritt die Vorwürfe.

Vorwürfe gegen NÖ Offizier: Ermittlungen noch nicht gestartet

Zugetragen haben soll sich der Vorfall am 8. November außerhalb der Dienstzeit. Eine vorläufige Dienstenthebung sei "unverzüglich angeordnet" worden, hieß es seitens des Heeres. Eine Übermittlung erster Sachverhaltsdarstellungen an die Staatsanwaltschaft wurde angekündigt. Laut Bundesheersprecher Michael Bauer sind die Dokumente auch bereits fertiggestellt.

Entschiedung über ausgesprochene Dienstenthebung noch offen

Bauer skizzierte am Freitag im Gespräch mit der APA auch die weitere Vorgehensweise. Einerseits entscheide die Bundesdisziplinarbehörde über die ausgesprochene vorläufige Dienstenthebung. Diese könne durch die Behörde bestätigt oder aufgehoben werden.

Vor Verhängung disziplinärer Maßnahmen sei die Justiz am Zug

Vor einer Verhängung möglicher disziplinärer Maßnahmen sei die Justiz am Ball. Es brauche einen rechtskräftigen Ausgang eines etwaigen Verfahrens oder die rechtskräftige Einstellung der Ermittlungen - "dann prüfen wir, was passiert".

Betroffenen wurde psychologische Betreuung ermöglicht

Der Betroffenen wurde psychologische Betreuung zur Seite gestellt. Physische Verletzungen erlitt die Frau nach Angaben von Bauer nicht.

Vom Verdächtigen selbst wurde am Donnerstabend betont, dass er sich "nichts vorzuwerfen" habe. Er sei davon überzeugt, dass sich "die Vorwürfe auflösen und in Schall und Rauch verflüchtigen werden".

(APA/Red)

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