Das Institute of Science and Technology Austria (ISTA) in Klosterneuburg in Niederösterreich hat von der Verbund AG eine Spende von fünf Mio. Euro erhalten.
Das Forschungsinstitut richtet in Anerkennung der philanthropischen Spende - laut ISTA eine der größten der jüngeren Industriegeschichte Österreichs - eine Widmungsprofessur für Energiewissenschaften ("VERBUND Professor of Energy Science") ein, teilten der Verbund und das ISTA am Donnerstag mit.
Der Verbund setze mit der Spende "ein eindrucksvolles Zeichen der Förderung von herausragenden Leistungen mit großem Potenzial für die Zukunft; ganz im Sinne der Strategie dieses heimischen Leitbetriebs", betonte ISTA-Präsident Thomas Henzinger. Für Verbund-Chef Michael Strugl werden am ISTA "die Grundlagen für die Technologien von Morgen entwickelt, die eine verlässliche und nachhaltige Zukunftsentwicklung ermöglichen". Die Transformation der europäischen Energiewirtschaft hin zu einem komplett erneuerbaren System verlange nach gebündelter Innovationskraft.
Erste Inhaberin der Widmungsprofessur ist
die aus Spanien stammende Materialwissenschafterin Maria Ibáñez. Nach
Karrierestation in Barcelona, am Caltech (USA) und der ETH Zürich
(Schweiz) ist sie
seit 2018 am ISTA tätig. Sie arbeitet an der Entwicklung neuer
funktioneller Nanomaterialien mit Hilfe präziser, künstlich
konstruierter Nanokristalle als Bausteine und untersucht deren
Eigenschaften. Ziel ihrer Gruppe ist
es, die Basis für hocheffiziente, kostengünstige thermoelektrische
Materialien zu entwickeln, die etwa bei der Energiespeicherung Anwendung
finden könnten.
Das ISTA hat sich in seiner im Juni dieses Jahres vorgestellten "Capital Campaign" das Ziel gesetzt, bis 2027 Spenden in Höhe von 100 Mio. Euro einzuwerben, um das Institut und seine Unabhängigkeit langfristig abzusichern. Bisher wurden im Rahmen dieser Fundraisingkampagne 30 Mio. Euro gesammelt.