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"Erde Brennt": Studenten besetzen Hörsaal an Uni Wien

16-11-2022, 14:54

Am Mittwoch besetzten Studierende den Hörsaal C1 am Campus der Universität Wien. Unter dem Motto "Erde Brennt" forderten die Aktivisten mehr Geld für Hochschulen und das Aus für fossile Energieträger.

Studierende besetzen am Mittag den Hörsaal C1 am Campus der Universität Wien (Hof 2). Unter dem Namen "Erde Brennt" fordern sie einen radikalen Systemwandel, um die soziale Krise, die Krise im Bildungsbereich und die Klimakrise zu überwinden. Konkret forderten die Studierenden zum Beispiel mehr Geld für Hochschulen, das Aus für fossile Energieträger und eine Steuer auf Vermögen und Übergewinne.

Klimaaktivisten kündigten bereits länger eine Uni-Besetzung an

Klimaaktivistinnen und -aktivisten haben - wie bereits vor Längerem angekündigt - am Mittwoch unter dem Titel "Erde brennt" einen Hörsaal der Uni Wien besetzt, bestätigte eine Sprecherin der Hochschule der APA. Die Aktivisten, die aktuell den Hörsaal C1 im Alten AKH okkupieren, hatten bereits vor einem Monat für November die Besetzung von Unis und Schulen "auf der ganzen Welt" angekündigt. In Österreich sollen demnach Aktionen in Wien, Salzburg und Innsbruck stattfinden.

Aktivisten kündigten für 18.30 Uhr eine Diskussion an

"Wir fordern einen radikalen Systemwandel, um soziale Krisen, die Krise im Bildungsbereich und die Klimakrise zu überwinden", teilten die Aktivisten auf Twitter mit. Für 18.30 Uhr ist eine Diskussion mit Wissenschaftern angekündigt.

Ziel der Besetzung sei "das fossile Wirtschatssystem zu beenden"

Ziel der Besetzungen sei, "das fossile Wirtschaftssystem zu beenden", so die Aktivisten. Man werde den normalen Alltag in Schulen und Universitäten stören, "weil wir nicht länger so tun können, als sei die Normalität in Ordnung". Es sei ihre Pflicht, als junge Menschen zu kämpfen.

Klima-Aktivisten besetzen den Hörsaal C1 an der Uni Wien. ©Uni brennt/Erde brennt

Forderungen der Aktivisten bei der Hörsaalbesetzung an der Uni Wien

Mit der Hörsaalbesetzung fordern sie konkret mehr Geld für Hochschulen, das Aus für fossile Energieträger und eine Steuer auf Vermögen und Übergewinne. "Ein Weiter-wie-bisher ist einfach nicht mehr möglich, und weder an der Universität, noch im Sozialbereich noch in der Klimapolitik", wird Amina Guggenbichler von "Erde brennt Wien" in einer Stellungnahme zitiert.

Besetzung der FH Wien bereits im Oktober 2022

Im Oktober hatten die Aktivisten bereits ein Banner mit dem Spruch "Erde brennt - Uni besetzen" am Hauptgebäude der Uni Wien aufgehängt. Ähnliche Aktionen gab es etwa an der Fachhochschule Campus Wien.

"Erde Brennt": Studenten besetzen Hörsaal C1 an Uni Wien

“Die Erde brennt! In den letzten Jahren folgte eine Krise auf die andere. Ein Weiter-wie-bisher ist einfach nicht mehr möglich, weder an der Universität noch im Sozialbereich noch in der Klimapolitik”, sagt Amina Guggenbichler, Studentin, Sozialarbeiterin und Sprecherin von Erde Brennt Wien.

Besetzungen durch Studierende in Wien, aber auch in Salzburg geplant

Laut Guggenbichler sei auch geplant nicht nur die Uni in Wien zu besetzen, sondern auch in Salzburg oder Innsbruck.

Studierende diskutieren mit Lehrenden über Änderungen

Die Studierenden wollen den besetzten Hörsaal nutzen, um sich aktiv mit den Krisen auseinanderzusetzen - offen für alle. Um 18:30 werden sie im besetzten Hörsaal an der Uni Wien mit den Professorinnen Ulli Brand, Eva Horn, Annemarie Steidl und Stefan Dullinger darüber diskutieren, was sich an den Hochschulen und in der Gesellschaft ändern muss.

Proteste der Studierenden richten sich gegen "fossile Zerstörung"

“Dass sich etwas ändern muss, liegt auf der Hand - und deshalb werden die Proteste weitergehen. Denn einer Politik, die auf Ausbeutung und fossiler Zerstörung beruht, wollen wir nicht länger zusehen”, so Sanzenbacher abschließend. ­ ­ ­

(APA/Red)

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