Nach der möglichen Misshandlung eines Babys aus dem Bezirk Tulln läuft gegen beide Eltern des einen Monat alten Säuglings ein Ermittlungsverfahren wegen fortgesetzter Gewaltausübung.

Nach der möglichen Misshandlung eines Babys aus dem Bezirk Tulln läuft gegen beide Eltern des einen Monat alten Säuglings ein Ermittlungsverfahren wegen fortgesetzter Gewaltausübung.
Dass der 21-jährige Vater in Haft ist und dessen Partnerin nicht, begründete Bien damit, dass "die Verdachtslage dringender gegen den Vater als gegen die Mutter" sei. Generell seien die Ermittlungen noch im Anfangsstadium. Befristet ist die über den Beschuldigten verhängte Untersuchungshaft vorerst bis zum 28. November.
Das Baby war am Freitag in das Landesklinikum Tulln gebracht worden. Spitalsmitarbeiter erstatteten Anzeige, Vater und Mutter wurden vorerst in Gewahrsam genommen. Aufgrund der zunächst lebensbedrohlichen Verletzungen wurde der Säugling per Notarzthubschrauber in das AKH nach Wien geflogen und dort intensivmedizinisch behandelt.
Festgestellt wurden bei dem Baby unter anderem Frakturen beider Unterschenkel sowie eine Gehirnblutung - ausgelöst vermutlich durch äußere Gewalteinwirkung. Der Gesundheitszustand des Säuglings stabilisierte sich am Wochenende. Schwere Dauerfolgen konnten allerdings noch nicht beurteilt oder ausgeschlossen werden.
Die Obsorge des Kindes wurde den Eltern durch die Bezirkshauptmannschaft Tulln entzogen. Der 21-Jährige gab bei der Einvernahme an, dass er beim Hantieren mit dem Säugling "zu forsch agierte".
(APA/Red)
