Die Österreichische Post AG hat 2022 in den ersten neun Monaten deutlich weniger verdient. Kräftig zugelegt hat hingegen das Filial- und Bankgeschäft.
Das Betriebsergebnis (Ebit) reduzierte sich im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 125,3 Mio. Euro, beim Ebitda betrug das Minus 3,1 Prozent und lag bei 258 Mio. Euro. Beim Brief und der Werbepost lag das Umsatzminus bei 0,7 Prozent, bei Paket und Logistik bei 4,5 Prozent. Kräftig zugelegt hat hingegen das Filial- und Bankgeschäft mit einem Plus von 62,2 Prozent.
Zum Ausblick hielt das börsennotierte, teilstaatliche Unternehmen fest: Der Umsatz werde heuer auf dem Niveau des Vorjahres von 2,5 Mrd. Euro angestrebt, das Ebit solle zumindest in der Mitte der bereits kommunizierten Bandbreite von 161 bis 205 Mio Euro liegen. "Ziel für 2023 ist Umsatzwachstum bei Kostenauftrieb und somit ein möglichst stabiles Ergebnis", so Postchef Georg Pölzl, der insbesondere auf das dritte Quartal verweist.
"In allen Divisionen war im dritten
Quartal eine positive Umsatzentwicklung zu verzeichnen. Im Briefbereich
haben Sonderaussendungen und in der Division Filiale und Bank die
Übernahme des Privatkundengeschäfts der ING sehr gut zur
Umsatzentwicklung beigetragen. Das Paketgeschäft hat sich im dritten
Quartal in allen Regionen positiv entwickelt. Insbesondere der
österreichische Markt zeigt mit 8,6 Prozent im dritten Quartal einen
stark verbesserten Umsatztrend", rechnete der Post-Boss am Freitag vor.
Vor
wenigen Tagen hatte auch die Deutsche Post ihre Zahlen präsentiert.
Auch sie hatte im dritten Quartal dank florierender Geschäfte im
internationalen Express- und Frachtgeschäft deutlich mehr verdient und
ihre Prognose für 2022 angehoben.