Die Ausrüstungs-Moral im Winter ist bei Lkw-Lenkern zwar etwas besser geworden, dennoch setzte es bei Kontrollen in Niederösterreich für jeden sechsten Fahrer ein Strafmandat.
Auf Autobahnen in Niederösterreich sind am Dienstag 872 Lkw auf Winterausrüstung kontrolliert worden. Für jeden sechsten Fahrer der überprüften Kfz wurden Strafmandate aufgrund fehlender oder nicht vollständiger Ausstattung verhängt, teilte die Asfinag in einer Aussendung mit. Die Ausrüstungs-Moral sei im Vergleich zum Vorjahr "etwas besser geworden, heuer haben wir 150 Anzeigen ausgestellt", sagte Willy Konrath, Leiter der Landesverkehrsabteilung NÖ.
Kontrolliert wurde bei Haag (Bezirk Amstetten) auf der Westautobahn (A1), auf der Nord/Weinviertel Autobahn (A5) bei Schrick (Bezirk Mistelbach) und auf der Ostautobahn (A4) auf dem Verkehrskontrollplatz Bruck an der Leitha. 46 Einsatzkräfte führten die Überprüfungen durch. In der Asfinag stehen bei winterlichen Verhältnissen rund 1.000 Mitarbeiter in insgesamt 42 Autobahnmeistereien rund um die Uhr im Einsatz. "Jede Behinderung auf der Strecke trifft auch unsere Räumfahrzeuge. Können wir den Schnee nicht wegräumen, kann das massive Auswirkungen haben", so Georg Steyrer, Regionalleiter für den Betrieb in Ostösterreich.
Für Busse und Lkw über 3,5 Tonnen besteht ab 1.
November Winterausrüstungs-Pflicht, erinnerte die Asfinag. Zumindest auf
den Antriebsrädern müssen Winterreifen montiert sein und geeignete
Schneeketten mitgeführt werden - unabhängig davon, ob Schnee auf der
Fahrbahn liegt oder nicht. Für Lkw-Reifen für Kfz über 3,5 Tonnen gilt
eine Mindestprofiltiefe von sechs Millimeter bei Diagonalbauweise und
fünf Millimeter bei Radialreifen. Für fehlende Schneeketten und/oder
Winterreifen werden 300 Euro Sicherheitsleistung für den Lenker und 300
Euro für den Firmenbesitzer fällig.