Südkorea ist an einer Stärkung der Beziehungen mit Österreicher durchaus interessiert.
Seine Regierung wolle die bilaterale "strategische Partnerschaft", die 2021 geschlossen wurde, weiter stärken, sagte der südkoreanische Außenminister Park Jin nach einem Treffen mit Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) am Sonntag in Seoul nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap.
In diesem Sinne, so Park, komme der Besuch Schallenbergs in Seoul "zur rechten Zeit" und sei "eine sehr wichtige Gelegenheit" für die Entwicklung der Beziehungen. Der südkoreanische Außenminister fügte hinzu, dass die beiden Länder enge Freunde und Kooperationspartner seien und heuer das 130-jährige Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen feiern würden.
Schallenberg bleibt noch bis Mittwoch
in Südkorea. Am Montag traf er Premierminister Han Duck-soo. Außerdem
besuchte Schallenberg die Global Green Growth Initiative von
Ex-UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon. Am Dienstag steht die Eröffnung der
Schau "Collecting the World - Six Centuries of Beauty in the Habsburg
Empire" des Kunsthistorischen Museums (KHM) gemeinsam mit dessen
Generaldirektorin Sabine Haag auf dem Programm.
Geplant ist auch eine Besichtigung der Demilitarisierten Zone (DMZ) am 38. Breitengrad, also die Pufferzone auf der koreanischen Halbinsel, die Nord- und Südkorea seit dem Korea-Krieg (1950-53) teilt. Auf der koreanischen Halbinsel herrscht formell weiter Kriegszustand. Am Montag in der Früh wurden von beiden Seiten Warnschüsse an der umstrittenen Seegrenze abgefeuert. Nordkorea und Südkorea beschuldigten einander gegenseitig, die Seegrenze mit Schiffen verletzt zu haben. Die Spannungen zwischen beiden Seiten hatten in den vergangenen Wochen nach einer Reihe von nordkoreanischen Raketentests stark zugenommen.