Schon bevor die gerade finalisierte Neufassung der Lehrpläne im Schuljahr 2023/24 in Kraft tritt, hat Bildungsminister Polaschek eine Reform der Reform angekündigt.
Die aktuelle Neufassung Lehrpläne für Volks- und Mittelschule sowie AHS-Unterstufe sei "nicht der Weisheit letzter Schluss", für ihn handle es sich daher nur um "Übergangslehrpläne", so Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) hat in der "Kleinen Zeitung".
Polaschek wird die Neufassung der Lehrpläne, deren Erstellung noch unter dem früheren Ressortchef Heinz Faßmann (ÖVP) begonnen wurde, zwar in Kraft setzen, damit die Schulen nicht mit bereits veralteten Vorgänger-Lehrplänen arbeiten müssten, hieß es in dem Bericht vom Montag. Parallel sollen Expertinnen und Experten aber schon mit der Arbeit an einer neuerlichen Neufassung der Lehrpläne beginnen.
Es gehe um einen neuen Ansatz, so der Minister: "Wir brauchen eine grundlegende Idee, wie Unterricht in der Zukunft aussehen muss." Es gebe ständig neue Herausforderungen an den Unterricht, die sich rasch wandeln, wird Polaschek zitiert. "Das muss sich auch in der Gestaltung der Lehrpläne spiegeln. Wir brauchen eine neue Art von Lehrplänen, die flexibler und deutlich schlanker sind und den Lehrkräften mehr Autonomie einräumen."