Im kommenden Jahr 2023 steht Kanzleramtsministerin Susanne Raab (ÖVP) deutlich mehr Geld zur Verfügung, denn das Frauenbudget wird auf 5,9 Millionen Euro erhöht.
Das Budget für Frauen wird um 5,9 Millionen Euro auf 24,3 Mio. Euro erhöht, für Familien steigt der Betrag der Ausgaben um 38 Mio. Euro. Hauptgrund dafür sind Wertanpassungen einiger Familienbeihilfen. "Mit dem neuen Budget stellen wir sicher, dass alle Familienleistungen an die Inflation angepasst werden", rühmt die Ministerin das neue Budget bei einem Pressegespräch am Donnerstag.
Das Frauenbudget wird 2023 um 5,9 Millionen Euro erhöht
Das Frauenbudget wird im Jahr 2023 auf 24,3 Millionen Euro erhöht. Das sei mehr als eine Verdoppelung seit ihrem Amtsantritt 2019 (rund zehn Millionen Euro), betonte Raab. Zu großen Teilen soll das Geld in den Gewaltschutz fließen. "Auch gegen neue Formen der Gewalt wie etwa Cyber-Gewalt müssen wir vorgehen". Frauenpolitik werde aber nicht ausschließlich aus dem Frauenbudget investiert, auch im Justiz-, Innen- und Sozialministerium würden die Ausgaben zu Gunsten von Frauen steigen.
Frauenbudget: Nicht alle Herausforderungen ausgeglichen
Die "traurige Wahrheit" sei aber auch, dass man nicht alle Herausforderungen, die durch die "multiplen Krisen" für Frauen entstanden sind, mit dem Frauenbudget ausgleichen wird können. Umso wichtiger sei ein Maßnahmenmix aus Einmalzahlungen wie dem Anti-Teuerungsbonus und strukturellen Maßnahmen wie der Valorisierung der Familienbeihilfe.
Grüne Frauensprecherin mit Lob für das Frauenbudget 2023
Lob für das Frauenbudget
gab es wenig überraschend auch von der grünen Frauensprecherin Meri
Disoski. "Besonders wichtig ist uns dabei die weitere finanzielle
Absicherung und Stärkung der Gewaltschutzzentren und der Frauen- und
Mädchenberatungsstellen, die wichtige Arbeit im Opfer- und Gewaltschutz
leisten", wird sie in einer Aussendung zitiert. Bis 2026 sind für Gewaltschutz und Gewaltprävention insgesamt 71,5 Millionen Euro vorgesehen.
Acht Millionen Euro für Auszahlung für "Familie und Jugend" 2023
Mit
rund acht Milliarden Euro sind die Auszahlungen in der Untergruppe
"Familie und Jugend" für 2023 so hoch datiert wie noch nie. Ein großer
Teil davon ist auf die Valorisierung der Familienleistungen
zurückzuführen. Ab 1. Jänner 2023 werden sämtliche Familienleistungen
wie etwa das Kindergeld an die Inflation angepasst. Beim
Kinderbetreuungsgeld rechnet die Familienministerin mit einem Plus von
700 bis 1.400 Euro pro Kind. Die Familienbeihilfe soll im Durchschnitt
aller Altersgruppen um
135 Euro pro Jahr steigen. "Das sind keine Einmalzahlungen, sondern
eine Steigerung jedes Jahr, das ist historisch für eine
Familienpolitikerin". Zusätzliches Geld gibt es auch für den
Kinderschutz.
Wichtig sei beim Frauenbudget die Schnittstelle zur bildung
Wichtig sei auch die Schnittstelle zur Bildung. Die Ausgaben für Gratisschulbücher werden um 12,4 auf 143 Millionen erhöht. Bei den Schülerfreifahrten steigen die Kosten um 18,8 auf insgesamt 555 Millionen Euro.
Bereits zum Großteil ausgezahlt wurden die 337 Millionen
Euro, die durch die Aufhebung der "Indexierung" der Familienbeihilfe
durch den EuGH an Familien rückbezahlt werden mussten. Lediglich jene
zwei bis drei Prozent, bei denen die Rückzahlung nicht automatisch
funktionierte, fehlen noch. Dabei handelt es sich um einen einstelligen Millionenbetrag.
Familien und Frauen seien von Krisen besonders betroffen
"Familien
und Frauen sind besonders von den Herausforderungen der diversen Krisen
betroffen, daher muss hier investiert werden", sagte Raab abschließend.