Mit dem Ergebnis der Bundespräsidentenwahl 2022 am Sonntag zeigten sich die Grünen und die FPÖ zufrieden.
Auch die SPÖ, die ÖVP und die NEOS gratulierten Alexander Van der Bellen. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz erwartete sich aufgrund des Abschneidens von Walter Rosenkranz bei der Bundespräsidentenwahl 2022 keine Kurskorrektur für die Freiheitlichen. Man habe sehr wohl auf den richtigen Kandidaten gesetzt, sagte er im Wiener Innenstadtlokal Vino, wo die FPÖ den Wahlabend verfolgte.
FPÖ und Grüne sind mit Ergebnis der Hofburg-Wahl zufrieden
Schnedlitz sieht es bereits als Erfolg, dass ein amtierender Bundespräsident "nur noch 54 Prozent" bekommen hat. Daher sei es auch für die Freiheitlichen ein Freudentag. Der FPÖ-Generalsekretär sieht auch eine ganz andere Situation als bei der vergangenen Präsidentschaftswahl, bei der alle Kandidaten erstmals angetreten sind. Dennoch hätten die Österreicher diesmal gezeigt, dass sie sich einen politischen Wechsel wünschten. "Unser Kurs ist glasklar", so Schnedlitz, dem laut eigener Aussage noch keine Unregelmäßigkeiten bekannt geworden sind, die eine Wahlanfechtung - wie beim letzten Mal - rechtfertigen würden.
Grüne mit Wahlergebnis zufrieden
Susanne Fürst sprach von einer guten Entscheidung
Die freiheitliche Nationalratsabgeordnete Susanne Fürst, die ebenfalls
als Präsidentschaftskandidatin gehandelt worden war, sprach von einer
sehr guten Entscheidung, Rosenkranz ins Rennen zu schicken. "Wir haben
ein sehr gutes Ergebnis erlangt", sagte sie, auch wenn das Ziel, die
Stichwahl zu erreichen, nicht erreicht worden sei. Die FPÖ habe es als
einzige Partei gewagt, einen Kandidaten aufzustellen, Rosenkranz habe
die Herausforderung "mutig und entschlossen" angenommen. Das Ergebnis
von Alexander Van der Bellen bezeichnete Fürst für einen amtierenden
Präsidenten als "sehr peinlich".
Werner Kogler zeigte sich über Wahlergebnis hocherfreut
Für die Grünen zeigten sich Bundessprecher Werner Kogler und
Bundesgeschäftsführerin Angela Stoytchev hocherfreut, dass Van der
Bellen bereits im ersten Wahlgang für eine zweite Amtsperiode gewählt
wurde. "Gerade in stürmischen Zeiten ist es wichtig, dass es einen
Bundespräsidenten gibt, der Stabilität garantiert", sagte Kogler. Der
Vizekanzler sieht in der Wiederwahl Van der Bellens auch "eine
Bestätigung dafür, dass die Österreicher und Österreicherinnen "gerade
in Krisenzeiten auf verantwortungsvolle Politik, Menschlichkeit und
Erfahrung bauen". Klubchefin Sigrid Maurer hob hervor: "Wir haben ohne
eine Stichwahl Klarheit bekommen." Und Nationalratsmandatarin Nina
Tomaselli ergänzte: "Es wurde eine klare Entscheidung getroffen, und
zwar für Stabilität", sagte sie.
Pamela Rendi-Wagner gratulierte Van der Bellen zur Wiederwahl
SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner gratuliert Alexander Van der Bellen zur erfolgreichen Wiederwahl bei der Hofburg-Wahl. "Das Ergebnis ist eine Entscheidung für Stabilität und Kontinuität, was gerade in Zeiten wie diesen umso wichtiger ist", sagte Rendi-Wagner in einer Aussendung. "Gerade in Zeiten großer Herausforderungen sind Kontinuität und Erfahrung an der Staatsspitze für unser Land wichtig." Erfreulich ist für Rendi-Wagner, dass Van der Bellen bereits im ersten Wahlgang wiedergewählt wurde - damit werde unterstrichen, dass den Österreichern gerade in bewegten Zeiten Stabilität in der Hofburg wichtig sei.
SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch zeigte sich erfreut für Van der Bellen, gratulierte diesem ebenfalls "vom Herzen" und wünschte ihm "alles Gute". "Seine Besonnenheit und seine Amtsführung mit ruhiger Hand sind von den Wählern geschätzt und honoriert worden", so Deutsch gegenüber der APA.
Stocker: "Ich gratuliere Alexander Van der Bellen zur Wiederwahl"
Für die ÖVP gratulierte Bundesparteiobmann Karl Nehammer. "Gratulation an Bundespräsident Van der Bellen zur Wiederwahl! Ich freue mich auf die weitere gute Zusammenarbeit für unser Land & wünsche alles Gute", schrieb der Bundeskanzler auf Twitter. Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka verwies darauf, dass Van der Bellen in den vergangenen sechs Jahren stets darauf bedacht gewesen sei, "politische Gräben zuzuschütten und umsichtig im Interesse unseres Landes und seiner Bürgerinnen und Bürger zu handeln". Und ÖVP-Generalsekretär Christian Stocker erklärte, dass Van der Bellen im ersten Wahlgang eindeutig im Amt bestätigt wurde, sorge für Stabilität im Land. "Ich wünsche Van der Bellen für seine zweite Amtszeit viel Erfolg."
"Ich
gratuliere Bundespräsident Alexander Van der Bellen zur Wiederwahl.
Dass er im ersten Wahlgang eindeutig im Amt bestätigt wurde, sorgt für
Stabilität im Land. Ich wünsche Van der Bellen für seine zweite Amtszeit
viel Erfolg", betonte auch ÖVP-Generalsekretär Christian Stocker via
Aussendung.
FPÖ zufrieden mit Wahlergebnis
NEOS-Generalsekretär Hoyos gratulierte nach BP-Wahl Van der Bellen
Für die NEOS gratulierte Generalsekretär Douglas Hoyos
Van der Bellen zum Wahlsieg und zeigte sich erleichtert, dass keine
Stichwahl notwendig ist. "Ich wünsche Van der Bellen, dass er in seiner
zweiten Amtszeit nicht mehr so viele Angelobungen machen muss und die
Regierung dieses Hütchenspiel endlich beendet", sagte Hoyos gegenüber
der APA in der Wahlzentrale. Es sei jetzt an der Zeit, dass die
Regierung wieder die Arbeit aufnehme und ihren Job mache, was derzeit
nicht der Fall sei.
Wahlparty-Location von Van der Bellen in Wien-Landstraße
In der Wahlparty-Location der Unterstützer von Alexander Van der Bellen in Wien-Landstraße
herrschte Sonntagnachmittag Jubel über das hochgerechnete gute
Abschneiden des Amtsinhabers. Als Einpeitscherin und Moderatorin
fungierte Grünen-Vizeklubchefin Meri Disoski, auch viele weitere
Grünen-Mandatare waren vor Ort.
Freude über das Wahlergebnis der Bundespräsidentenwahl 2022
Nationalrats-Mandatarin Nina Tomaselli betonte gegenüber der APA, die Freude sei natürlich groß. "Es wurde eine klare Entscheidung getroffen, und zwar für Stabilität", sagte sie. Ihr Kollege Lukas Hammer sprach von "riesengroßer Freude", dass Van der Bellen wohl für weitere sechs Jahre in die Hofburg einziehen könne, und das angesichts eines schweren Wahlkampfs mit vielen Gegenkandidaten in extrem schwierigen Krisenzeiten.