Am Samstag gab es Kritik von der SPÖ für den "Stillstand" bei der Entwicklungszusammenarbeit.
Die Regierungsparteien blockierten sich seit einem Jahr gegenseitig und der zuständige Unterausschuss habe seit einem Jahr nicht mehr getagt, sagte die SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, Petra Bayr. Das Programm der österreichischen Entwicklungspolitik für 2022 bis 2024 würde immer noch nicht vorliegen und die Strategie für humanitäre Hilfe sei noch nicht veröffentlicht worden.
Bayr vermutet: "Der Verdacht liegt nahe, dass sich die Regierungsfraktionen wegen des fehlenden Programms weigern einen Termin für den Unterausschuss vorzuschlagen, denn dort müssten sie ihr Versagen eingestehen." Außen- und Finanzminister seien durch das Entwicklungszusammenarbeitsgesetz verpflichtet ein Dreijahresprogramm zu erarbeiten und der Bundesregierung zu präsentieren. Da es laut SPÖ bisher unmöglich war einen Termin mit der Bundesregierung auszuhandeln, seien mittlerweile einige der zehn gestellten Anträge verfallen. "Das ist eine massive Missachtung der parlamentarischen Arbeit durch den Außenminister, der dem Parlament keinen Termin für eine inhaltliche Auseinandersetzung zur Verfügung stellt", kritisiert Bayr.