Landesrat Gottfried Waldhäusl hat sich gegen die Schaffung zusätzlicher Asylquartiere in Niederösterreich ausgesprochen und verwies auf den "Asylweg 2023".
"Wir helfen, wo Hilfe nötig ist und schaffen es trotzdem, unser Land für Wirtschaftsflüchtlinge unattraktiv zu machen", hob der Freiheitliche hervor. In Richtung Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) betonte Waldhäusl, dass die höchste Priorität in "schwierigen Zeiten" das "Sichern der Landesgrenzen" sein müsse.
Aktuell seien 12.859 Grundversorgte in Niederösterreich aufhältig, rechnete der Landesrat in einer Aussendung nach der Herbstklausur seines Büros in Kirchberg am Wechsel (Bezirk Neunkirchen) vor. Den Löwenanteil würden aus der Ukraine vertriebene Menschen bilden. Diese Personen weggerechnet, ergibt sich laut Waldhäusl eine Zahl von 1.666 Grundversorgten, was demnach im Vergleich zum Gesamtwert vom März 2018 - seinem Start als Asyllandesrat - ein Minus von 6.143 bedeutet. Der FPÖ-Politiker sprach davon, "die Zahl der Wirtschaftsflüchtlinge in der Grundversorgung drastisch" reduziert zu haben. Seit 2019 seien so in den Bereichen Flüchtlings- und Sozialhilfe mehr als 100 Millionen Euro eingespart worden.
Waldhäusl verwies auch auf wöchentlich rund
4.000 in Österreich gestellte Asylanträge innerhalb des vergangenen
Monats. Völlig konträr sei die Lage in Ungarn. "Wäre ich Innenminister,
gäbe es einen aktiven Grenzschutz mit angemessenen Mitteln, illegal
dürfte niemand mehr unser Land betreten. Schon gar nicht gäbe es
behördliche Schlepperhilfe an den Grenzen, wo Polizei und Bundesheer
asylwerbende Personen entgegennehmen und mit Bussen in Aufnahmezentren
bringen." Pushbacks wären somit "weg vom Diskussionstisch", so der
Freiheitliche. "Ich würde auch Busse einsetzen, damit aber die
Ankommenden zurück in den sicheren Drittstaat laut Dublin-Abkommen
bringen lassen."
Der niederösterreichische "Asylweg 2023" sehe
jedenfalls keine zusätzlichen Quartiere vor. "Die Schlepperhilfe des
Bundes werden wir nicht ausbaden. Unsere Bevölkerung braucht in Zeiten
der Teuerung selbst Hilfe."