Die SPÖ fordert derzeit eine Einschränkung der Vorkasse bei Flugbuchungen, und hat dafür einen parlamentarischen Entschließungsantrag eingebracht.
Die Zahlung der Flugbuchung soll - abgesehen von einer geringen Anzahlung - möglichst erst am Tag der Leistungserbringung ("bei Abfertigung des Fluges") erfolgen. Weiters soll es eine gesetzlich festgelegte Insolvenzabsicherung für Flugunternehmen geben, wie sie für Pauschalreiseveranstalter bereits gesetzlich gilt.
"Reisende müssen ihre Flugtickets üblicherweise bereits bei der Buchung bezahlen. Das kann bei Urlaubsreisen oft Monate im Voraus sein. Diese Praxis benachteiligt die Fluggäste, da Flugausfälle fast immer zu Lasten der Reisenden gehen", so die SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Christian Drobits zur APA. Sie betont: "Damit muss Schluss sein."
Im Fall
einer Stornierung müssten sich derzeit die Konsumentinnen und
Konsumenten mühsam und teilweise langwierig um eine Rückerstattung
bemühen. Zwar müssten Fluggesellschaften bei annullierten Flügen den
Passagieren nach geltender Rechtslage den Ticketpreis erstatten, viele
Airlines hätten ihre Kunden aber stattdessen gezwungen, Gutscheine
anzunehmen, was rechtswidrig sei, so Drobits.
Die Bundesregierung wird in den Entschließungsantrag des weiteren ersucht, sich auch auf europäischer Ebene dafür einzusetzen, dass die Einschränkung der Vorkasse bei Flugbuchungen Eingang in die Fluggastrechte-Verordnung finden.