Am Freitag hat die Polizei in Bünden (Schweiz) 19 Schnellfahrer und vier Raser geblitzt. Dabei ertappten die Beamten eine Gruppe, die mit ihren Sportwagen auf Raser-Tour von Österreich nach Norditalien waren.
Die Bündner Polizei in der Schweiz hat am Freitag in Mulegns 19 Schnellfahrer, darunter vier Raser geblitzt. Das schnellste Fahrzeug war mit 165 statt der maximal erlaubten 80 Km/h unterwegs. Die Gruppe fuhr mit holländischen Sportwagen auf einer Tour, die in Österreich startete, nach Norditalien.
Schweizer Polizei erwischte Gruppe internationaler Autoraser
Kurz nach 11.00 Uhr seien die Fahrzeuge auf der Nationalstraße geblitzt worden, teilte die Kantonspolizei Graubünden am Freitag mit. Die Autos seien mit Tempi zwischen 98 und 165 unterwegs gewesen. Als Raser gilt, wer außerorts die signalisierte Höchstgeschwindigkeit um mindestens 60 km/h überschreitet. Dies war bei vier Fahrern der Fall.
Rasergruppe besteht aus 19 Sportwägen aus Holland
Die Gruppe
bestehend aus 19 Fahrzeugen der holländischen Marke "Donkervoort" sei
der Polizei bereits bekannt gewesen, sagte Polizeisprecher Roman Rüegg
am Freitag auf Anfrage. Man gehe derzeit davon aus, dass es sich bei den
Fahrern meist um Männer im Alter um die 50 Jahre handle. Die genauen
Daten würden aber noch ausgewertet.
Hersteller der Fahrzeuge bot Tour von Österreich über Schweiz an
Recherchen ergaben, dass der Fahrzeughersteller auf seiner Webseite diese Tour von Österreich
über die Schweiz bis nach Norditalien anbot. Er warb damit, dass die
Teilnehmenden "beim exklusiven Event volles Fahrvergnügen und
wunderschöne Panoramablicke" genießen zu könnten. Die sechstägige Tour
kostet für zwei Personen rund 8.500 Euro. Es waren Staatsangehörige aus
den Niederlanden, Belgien, Monaco, Spanien, Deutschland und Frankreich
dabei.
Polizei erkannte zwölf Raser und nahm ihnen die Führerscheine ab
Die Polizei erkannte zwölf Lenker aus der Sportwagengruppe
die Führerscheine auf der Stelle ab. Bis auf einen Lenker, der seine
Strafe von 240 Franken direkt bezahlen konnte, würden alle bei der
Staatsanwaltschaft angezeigt, hieß es. Vier Autofahrer würden noch
gesucht, teilten die Beamten mit.