Österreich leitet in Zukunft, gmeinsam mit Australien, die internationale Mission "Net-Zero Industries", die die Entwicklung von Schlüsseltechnologien für die industrielle Energiewende beschleunigen soll.
Bis 2025 klimaneutral zu werden, dieses Ziel hat sich die EU gesetzt. Dafür muss auch die energieintensive Industrie "klimafit" gemacht werden und bis dahin vollständig auf fossile Energien verzichten. Österreich leitet in Zukunft, gemeinsam mit Australien, die internationale Mission "Net-Zero Industries" zur beschleunigten Entwicklung von Schlüsseltechnologien für die industrielle Energiewende. Das geht aus einer aktuellen Aussendung des Klima- und Energiefonds hervor.
Die Mission soll die globale Forschung, Entwicklung und
Demonstration von Schlüsseltechnologien "substanziell beschleunigen". Im
Fokus stehen dabei Projekte in emissionsintensiven Sektoren. Bis 2030
sollen die ersten Lösungen kommerziell verfügbar und wettbewerbsfähig
sein. Koordiniert und geleitet werden laut Aussendung sämtliche
Aktivitäten rund um die Mission vom heimischen Klima- und Energiefonds
im Auftrag des Klimaschutzministeriums. An dem Vorhaben für eine
klimaneutrale Industrie sind auch China, die Europäische Union,
Großbritannien, Kanada, Südkorea und Finnland beteiligt.
Die
energieintensiven Industrien Stahl, Zement und Chemie benötigen für ihre
Produktion extrem hohe Temperaturen und große Mengen an Energie. In
Österreich sei die Schwerindustrie für mehr als ein Drittel der
CO2-Emissionen verantwortlich, weltweit für etwa 25 Prozent der
Treibhausgasemissionen. "Die Entwicklung und beschleunigte
Markteinführung von innovativen Technologien für die Dekarbonisierung
der Schwerindustrie sind Voraussetzung für die Erreichung von
Klimaneutralität", so Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne)
laut Aussendung.