NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger fordert angesichts der Teuerung erneut die Senkung von Steuern und Lohnnebenkosten. Die Gießkannen-Politik der Regierung stelle keine echte Hilfe für die Bevölkerung dar.
Zu Beginn des neuen Parlamentsjahres schießen sich die NEOS weiterhin auf die Krisenpolitik der türkis-grünen Bundesregierung ein. Statt treffsicher gegen die Teuerung zu helfen, packe die Regierung "aus Angst" vor den Wählern und der Konkurrenz die "Gießkanne" aus, kritisierte NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Notwendig wäre die Senkung von Steuern und Lohnnebenkosten, forderte sie abermals.
"Die Preissteigerungen werden die Menschen weiter treffen", meinte Meinl-Reisinger. "Der Staat kann nicht alles richten", aber er könne einen "Stoßdämpfer" bieten. Vor allem der auf 500 Euro aufgefettete Klimabonus stört die NEOS. "Wir fragen uns natürlich, warum es einen Klimabonus für Nationalratsabgeordnete gibt", unterstrich Meinl-Reisinger. Auch Wirtschafts- und Sozialsprecher Gerald Loacker glaubt, die Leute hätten "keine Lust drauf, gesponsert zu werden und gnädig 500 Euro zu bekommen", während die Abgabenlast derart hoch sei.
Neben
einer treffsicheren Hilfe für die ärmsten Haushalte müsse man vor allem
die Steuern und die Lohnnebenkosten senken, finden die NEOS. Letzteres
würde auch Spielräume für ordentliche Lohnerhöhungen schaffen, erklärte
Meinl-Reisinger. Loacker pochte auch einmal mehr darauf, dass die Kalte
Progression vollständig und rückwirkend mit 1. Jänner abgeschafft werden
müsste.
In der Nationalratssitzung am morgigen Mittwoch wollen
die NEOS Anträge zu ihren Anliegen einbringen, eine Dringliche
Initiative ist nicht geplant.