Am Montag startete die Eintragungswoche für gleich sieben Volksbegehren. Darunter richten sich zwei gegen die Maßnahmen während der Corona-Pandemie.
Für gleich sieben Volksbegehren hat am Montag die Eintragungswoche begonnen. Zwei Volksbegehren richten sich gegen die und eines gegen Rassismus. Eine der Initiativen plädiert für die Abschaffung der Rundfunkgebühren, eine weitere tritt für mehr Kinderrechte ein. Auch für das "Recht auf Wohnen" und die "uneingeschränkte Bargeldzahlung" kann man unterschreiben.
Das Begehr "COVID-Maßnahmen abschaffen" wurde von Robert Marschall initiiert, jenes mit dem Titel "Wiedergutmachung der COVID 19-Maßnahmen" vom impfskeptischen Gynäkologen Christian Fiala. Für eine Verbesserung der Situation von People of Colour tritt das von Noomi Anyanwu initiierte Begehren "Black Voices" ein. Eine staatliche Unterstützung bei der Wohnraum-Finanzierung fordert die Initiative "Recht auf Wohnen". Das Begehr "GIS Gebühr abschaffen" will ein Ende der Rundfunkgebühr, wobei eine "streng zweckgewidmete Gebühr zur Finanzierung von Ö1" als "legitim" bezeichnet wird.
Im "Kinderrechte-Volksbegehren" wird
u.a. gefordert, die vollständige UN Kinderrechtskonvention in
Verfassungsrang zu heben. Außerdem soll der Import von Produkten, die
Kinderarbeit im Produktionsprozess oder der Lieferkette aufweisen,
verboten werden und eine staatliche Unterhaltsgarantie umgesetzt werden.
Das Bargeld ist den Initiatoren des Begehrs "Für uneingeschränkte
Bargeldzahlung" ein Anliegen. Scheine und Münzen seien "im vollen Umfang
als Zahlungsmittel und Vermögensform zu schützen, ohne Obergrenzen",
heißt es im Wortlaut des Volksbegehrens, das eine Verankerung des
Bargeldes in der Verfassung fordert.
Unterzeichnet werden können
alle Begehren in der Eintragungswoche vom 19. bis 26. September. Möglich
ist dies (persönlich) direkt vor einer beliebigen Gemeinde bzw. in Wien
auf den Magistratischen Bezirksämtern (jeweils unabhängig vom Wohnsitz)
während der Öffnungszeiten. Alternativ können die Volksbegehren auch
online mittels Handy-Signatur oder Bürgerkarte unterschrieben werden.
Weiterleitende Informationen dazu finden sich unter
http://go.apa.at/RXkJOhdQ bzw. http://go.apa.at/KCcFcBZh).
Um
Volksbegehren geht es auch im Nationalrat am Mittwoch, nämlich um jene
sechs, die vergangenen Mai die dafür vorgesehene Hürde von 100.000
Unterschriften genommen haben. Behandelt werden Initiativen zur
Verhinderung von Tierleid bei Schlachtviehtransporten, zur Verschärfung
der Korruptionsbekämpfung, für ein bedingungsloses Grundeinkommen und
zur Verbesserung der psychischen Gesundheit von Kindern und
Jugendlichen. Außerdem widmen sich zwei ebenfalls erfolgreiche
Initiativen dem Protest gegen die inzwischen abgeschaffte
COVID-19-Impfpflicht. Es findet dazu jeweils eine "erste Lesung" statt,
bevor die Volksbegehren an die zuständigen Fachausschüsse des
Nationalrats weitergereicht werden.