Am Mittwoch startet der Nationalrat, nach der Sommerpause, mit einer ersten Debatte über sechs Volksbegehren in den Herbst.
Am Mittwoch startet der Nationalrat in den Herbst. In der Plenarsitzung sind mehrere Gesetzesbeschlüsse geplant, etwa für mehr Transparenz bei , Gewährung von Kinderbetreuungsgeld für Ukraine-Kriegsflüchtlinge sowie für Erleichterungen bei der Rot-Weiß-Rot-Karte. Auch der Bundesrechnungsabschluss 2021 und mehrere Rechnungshofberichte stehen zur Diskussion.
Nationalrat startet nach Sommerpause in den Herbst
Zum Auftakt der Tagungsperiode 2022/23 ist nur ein einziger Plenartag in Aussicht genommen. Die Sitzung am Mittwoch beginnt mit einer "Aktuellen Stunde", in der die SPÖ über die Auswirkungen der "Rekordinflation" auf Pensionisten diskutieren will. Sie fordert die Anpassung der Pensionen an die aktuelle Teuerung, um Armut zu verhindern und die Kaufkraft zu erhalten. Für die Themenwahl der daran anschließenden "Aktuellen Europastunde" zeichnet die FPÖ verantwortlich, sie will über "Wohlstand und Sicherheit für Österreich statt EU-Sanktionen und Masseneinwanderung" sprechen.
Volksbegehren im Nationalrat in "erster Lesung" behandelt
Danach werden
sechs Volksbegehren in "erster Lesung" behandelt, bevor sie an die
zuständigen Fachausschüsse des Nationalrats weitergereicht werden. Die
Hürde von 100.000 Unterschriften hatten im Mai Initiativen zur
Verhinderung von Tierleid bei Schlachtviehtransporten, zur Verschärfung
der Korruptionsbekämpfung, für ein bedingungsloses Grundeinkommen und
zur Verbesserung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen
genommen. Außerdem widmen sich zwei ebenfalls erfolgreiche Initiativen
dem Protest gegen die inzwischen abgeschaffte COVID-19-Impfpflicht.
Budgetausschuss hat am Dienstag Beratungen vorgesehen
Schließt
der Budgetausschuss seine für Dienstag vorgesehenen Beratungen ab, wird
der Bundesrechnungsabschluss 2021 auf der Tagesordnung der
Plenarsitzung stehen. Das gilt auch für einen Gesetzesvorschlag von ÖVP
und Grünen, der rechtliche Grundlagen für die Veröffentlichung von
Corona-Hilfen des Bundes schafft. Damit sollen COVID-19-Förderungen für
Betriebe über einem Schwellenwert von 10.000 Euro pro Jahr in der
Transparenzdatenbank aufscheinen. Auch Leistungen aus dem
NPO-Unterstützungsfonds sollen öffentlich gemacht werden. Hier geht es
um gewährte Förderungen über 1.500 Euro pro Kalenderjahr.
Debatte im Nationalrat um Novelle zum Kinderbetreuungsgeldgesetz
Eine
Novelle zum Kinderbetreuungsgeldgesetz soll vor dem Krieg geflüchteten
Ukrainern Zugang zu dieser Familienleistung eröffnen. Bei der
Rot-Weiß-Rot-Karte werden Anträge auf Erteilung eines Aufenthaltstitels
auch im Inland ermöglicht, sofern die Einreise nach Österreich
rechtmäßig erfolgt ist. Zum Abschluss der Sitzung wird eine Fülle an
Rechnungshofberichten debattiert.