Durchschnittlich rund 23 Minuten ohne Strom waren die österreichischen Stromkunden im vergangenen Jahr 2021. Insgesamt sei die Zahl der Stromausfälle aber rückläufig, so die Regulierungsbehörde E-Control.
Im Jahr 2020 waren die Haushalte Österreichs noch durchschnittlich 27 Minuten ohne Strom. Das zeigen Daten der Regulierungsbehörde E-Control. Die Zuverlässigkeit der Strom- und Gasversorgung sei demnach, trotz der angespannten Lage, weiterhin auf einem sehr hohen Niveau, sagte E-Control-Vorstand Alfons Haber am Donnerstag laut einer Presseaussendung.
"Die durchschnittliche Ausfalldauer lag bei lediglich 23 Minuten, was den geringsten Wert seit dem Jahr 2003 und damit seit Erhebungsbeginn darstellt", so der E-Control-Vorstand. Ursachen für Stromausfälle waren 2021 vor allem atmosphärischer Natur, etwa Unwetter, und netzbetreiberintern, etwa Fehlschaltungen oder Ausfälle von Netzelementen. Die Versorgungsunterbrechungen aufgrund von atmosphärischen Gegebenheiten seien gegenüber dem Jahr 2020 um 36 Prozent gesunken. Das sei auf die reduzierte Häufigkeit von starken Unwettern zurückzuführen, sagte Haber.
Die Gasversorgung war 2021
im Durchschnitt 1 Minute lang ungeplant unterbrochen. In 22 Prozent der
Fälle lag der Ausfall außerhalb des Verteilernetzes, etwa an einer
defekten Gastherme in der Kundenanlage. Die Unterbrechungsdauer in der
Gasversorgung fällt laut E-Control in den Wintermonaten geringer aus als
im Sommer, "dies dürfte vorrangig auf eine höhere Gas-Abhängigkeit der
Netzbenutzer in den Wintermonaten zurückzuführen sein", sagte Haber.
Grundsätzlich
wird zwischen geplanten und ungeplanten Versorgungsunterbrechungen
unterschieden. Bei geplanten Ausfällen müssen Kundinnen und Kunden
zumindest fünf Tage vorher informiert werden. Auch die voraussichtliche
Dauer der Unterbrechung muss im Zuge dessen angekündigt werden. Gründe
für ungeplante Ausfälle können beispielsweise extreme Unwetterlagen
sein. Auch Fehlschaltungen oder technische Gebrechen beim Netzbetreiber
können zu ungeplanten Stromausfällen führen.