Bei dem Treffen im "Klub der österreichischen Pensionisten" in Tel Aviv sagten die Minister den österreichischen Holocaust-Überlebenden zu, ihre Geschichten weiter zu überliefern und versicherten sich gegen Antisemitismus einzusetzen.

Bei dem Treffen im "Klub der österreichischen Pensionisten" in Tel Aviv sagten die Minister den österreichischen Holocaust-Überlebenden zu, ihre Geschichten weiter zu überliefern und versicherten sich gegen Antisemitismus einzusetzen.
Die Vorsitzende des Zentralkomitees der Juden aus Österreich in Israel (ZKJÖ), Edith "Kika" Goren, sagte, der Verein habe noch rund 800 Mitglieder in ganz Israel. Ähnliche Klubs in Haifa und Jerusalem hätten mittlerweile geschlossen. Goren richtete auch ein konkretes Anliegen an Rauch, nämlich die Bitte, sich um eine bisher nicht erfolgte Erhöhung von Pensionen der Anspruchsberechtigten aus dem Nationalfonds zu kümmern. Rauch sagte zu, sich für eine Lösung einzusetzen.
Die Holocaust-Überlebenden schilderten den Besuchern aus Österreich ihre Geschichten der Flucht vor den Nazis. Der 1939 in Wien geborene Chaim Galon etwa, heute Vorstandsmitglied des Zentralkomitees, flüchtete als Baby im August 1939 mit seinen Eltern in das damalige Britische Mandatsgebiet Palästina. Die Familie hatte ein Zertifikat für die Ausreise, ab September 1939 hätten Juden dann nicht mehr ausreisen dürfen, schilderte er. "Man kann mich aus Wien vertreiben, aber mein Herz bleibt immer in Wien", sagte Galon.
2018 sei eine Gruppe von 150 österreichischen Holocaust-Überlebenden auf Einladung des Bundeskanzleramtes nach Wien gekommen, erzählte Goren.
Letzter Programmpunkt von Edtstadlers Israel-Visite war am Mittwoch in Tel Aviv ein Besuch des Grabes des 2005 verstorbenen "Nazijägers" Simon Wiesenthal gemeinsam mit dessen Enkelin Racheli Kreisberg.
(APA/Red)
