In einer Woche starten die Herbstlohnrunden der Metaller-KV-Verhandlungen. Die Unabhängigen GewerschafterInnen im ÖGB (G) haben sich dazu zu Wort gemeldet.
Die Metaller-Lohnverhandlungen starten in einer Woche. Die Unabhängigen GewerkschafterInnen im ÖGB (UG) nannten sie keine konkrete Lohnforderung, aber die als Basis anzuwendende Inflationsrate gehe inzwischen Richtung 8 Prozent. Bisher - noch nicht endgültig - geht der ÖGB von 6,3 Prozent aus. Arbeitgebervertreter ließen bereits wissen, die Unternehmen könnten die Inflation nicht alleine abfedern.
"Es ist ohne Zweifel eine Situation, bei der wir alle im gleichen Boot sitzen", so Marion Polaschek, Vorsitzende der Unabhängigen GewerkschafterInnen im ÖGB. Sie verweist auf Lieferproblematiken, Rohstoff- und Energieengpässen sowie enormen Preissteigerungen beim Aufrechterhalten der Geschäftsgrundlagen für die Unternehmen. Den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern stehe buchstäblich das Wasser bis zum Hals, weil es immer teurer wird, die essenziellen Lebensgrundlagen zu finanzieren.
"Von Lohn-Preis-Spirale kann wohl wirklich niemand
mehr sprechen", glaubt Polaschek. Es gehe auch nicht mehr nur um die
Verteilung des Kuchens, sondern um die Verhinderung von Armut und den
Erhalt des sozialen Friedens.