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Wien Energie vorerst von Spekulationsvorwurf freigesprochen

9-09-2022, 13:40

Nach wenigen Tagen Prüfung kommen drei Institute zu der vorläufigen Einschätzung, dass es bei der Wien Energie keine Spekulation mit Strom gegeben hat.

Endgültige Berichte von PWC, Ithuba und Freshfield soll es in einer Woche geben. Die bisherige Prüfung habe aber "keine Anzeichen für mögliche Spekulationsgeschäfte" ergeben, sagte Michael Sponring von PwC am Freitag vor Journalisten. Wiens Finanzstadtrat Peter Hanke wies den Spekulationsvorwurf auf dieser Basis ebenfalls zurück.

Börsengeschäfte der Wien Energie sollten nur Preisrisiken abdecken

Alle Börsengeschäfte der Wien Energie hätten nur dazu gedient, Mengen und Preisrisiken abzudecken, "es wurden nachweislich keine spekulativen Handelsbücher geführt", so Sponring. Auch seien alle gehandelten Produkte "großhandelsüblich" gewesen. Das Risikomanagement sei "branchenüblich" gewesen, es habe bisher keine Anzeichen für wesentliche Schwächen gegeben.

Wien Energie vorläufig von Spekulationsvorwurf freigesprochen

Die Wien Energie hat vor zwei Wochen überraschend beim Bund um eine Liquiditätshilfe in Milliardenhöhe angesucht, weil sie Sicherheiten für ihre Börsengeschäfte hinterlegen musste. Das sei durch eine Entwicklung am Freitag dem 26. August ausgelöst worden, bei der sich der Preisunterschied zwischen Gas und Stromhandel in einer nicht zu erwartenden Dimension vergrößert hat. Die Wien Energie kauft aber mit Zukunftsverträgen Gas und verkauft Strom. Solange die Preise gleich stark schwanken, hat das Unternehmen wenig Probleme. An dem Tag sei aber Strom massiv teurer geworden, während sich der Gaspreis kaum bewegte. Der daraus entstehende Preisabstand zwischen den beiden Energieträgern sei mit Standardmodellen noch eine Woche davor zu 99,99 Prozent ausgeschlossen worden, so Sponring unter Berufung auf Berechnungen von Ithuba. Die Situation sei daher nicht erwartbar gewesen.

(APA/Red)

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