Rund ein Monat vor der Tiroler Landtagswahl kritisierte der Tiroler ÖVP-Obmann Anton Mattle am bund und der Finanzmarktaufsicht (FMA) die neuen Wohnungskredit-Vorgaben.
Anton Mattle, der Tiroler ÖVP-Obmann und Spitzenkandidat bei den , übt scharfe Kritik am Bund bzw. der Finanzmarktaufsicht (FMA) wegen der neuen Vorgaben bei Wohnungskrediten. Seit 1. Juli müssen beim Kauf einer Immobilie 20 Prozent des Preises als Eigenkapital nachgewiesen werden, die monatliche Kreditrate darf höchstens 40 Prozent des Nettohaushaltseinkommens ausmachen und die Kreditlaufzeit 35 Jahre nicht übersteigen. Mattle sieht dadurch "jungen Menschen in Tirol und Österreich die Zukunft" verbaut.
Dies teilte der bei der Landtagswahl als ÖVP-Spitzenkandidat antretende derzeitige Wirtschaftslandesrat in einem Schreiben an Parteifreund und Finanzminister Magnus Brunner mit, wie die "Tiroler Tageszeitung" (Freitagsausgabe) berichtete. Der wahlkämpfende Mattle appellierte laut dem Bericht deshalb an Brunner sowie die Vorstände der FMA, Helmut Ettl und Eduard Müller, die betreffende Verordnung zu überdenken, ihre Auslegung zu lockern und den Banken mehr Ermessensspielraum einzuräumen.
"Zu
meiner Verwunderung und - ehrlicherweise - auch zu meiner Verärgerung
erschwert die oben genannte Verordnung nicht nur die Kreditaufnahme,
sondern unterbindet auch jegliche Maßnahmen der Bundesländer, um junge
Menschen mit ausreichend Eigenkapital auszustatten. Einzige Ausnahme:
Geld zu verschenken. Von einer nachhaltigen Verordnung kann hier also
nicht die Rede sein", zitierte die "TT" aus dem Schreiben Mattles, der
in der Landesregierung auch für die Jugendagenden zuständig ist.
Der
ÖVP-Politiker wirft der FMA "Gold Plating" vor, also die Übererfüllung
von EU-Mindeststandards. Er habe den Eindruck, dass man als Republik
Österreich wieder einmal weit über den europäischen Mindeststandards
liege, so Mattle: "In meinen Augen ist die FMA in dieser Angelegenheit
massiv über das Ziel hinausgeschossen."