Die Fachhochschulen (FH) fordern wegen der Teuerung eine Anhebung der Fördersätze um mindestens 20 Prozent und das spätestens ab Anfang 2023.
Den Fachhochschulen (FH) machen die steigenden Energie- bzw. Personal- und Sachkosten schwer zu schaffen, so die Fachhochschulkonferenz (FHK) in einer Aussendung. "Die enge Finanzierung der Studienplätze bietet den Fachhochschulen keinen Spielraum, diese Kostenexplosion und die galoppierende Inflation abzufedern."
Fachhochschulen werden anders als die Universitäten vom Bund durch Förderungen pro besetztem Studienplatz finanziert. Dabei steigen die Fördersätze vor allem mit dem Technikanteil des Studiums. Derzeit studieren rund 60.000 Personen an einer FH, davon sind etwa 23.000 Anfängerstudienplätze.
Die Steigerung von 20 Prozent soll neben der aktuellen Teuerung auch teilweise die bisher kumulierten Wertverluste ausgleichen. Zuletzt wurden die Fördersätze 2021 erhöht.
Außerdem verlangen die FH
die Einführung einer Sonderfinanzierung für Sonderaufgaben. Das
Bildungsministerium habe den Fachhochschulen in den vergangenen Jahren
eine Reihe von Zusatzaufgaben etwa im Bereich Internationalisierung,
Digitalisierung und Diversity übertragen, die allerdings nie finanziell
abgegolten worden seien.
Derzeit wird gerade der neue Fachhochschul-Entwicklungs- und Finanzierungsplan vorbereitet. Das aktuelle Planungsinstrument läuft mit dem Studienjahr 2022/23 aus.