In Österreich wurden im ersten Halbjahr 2022 rund 270 rechtsextreme Tathandlungen vermerkt.
269 rechtsextreme Tathandlungen wurden im ersten Halbjahr in Österreich vermerkt. Das ist weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (342), aber mehr als von Jänner bis inklusive Juni 2020 (253). Die meisten Vorfälle mit rechtsextremem Hintergrund gab es in Oberösterreich, gefolgt von Wien, ergab eine Anfragebeantwortung des Innenministeriums an SPÖ-Mandatarin Sabine Schatz.
Der überwiegende Teil der Täter war männlich. Von den ausgeforschten Personen waren 153 Männer, aber nur 20 Frauen. 47 Tathandlungen fanden im Internet statt.
Was antisemitische Tathandlungen angeht, wurden
15 registriert, islamfeindliche nur eine. Hoch ist die Zahl der
Personen, die wegen Verstößen gegen das Verbotsgesetz zur Anzeige
gebracht wurden, nämlich 331. In 136 Fällen ist der Täter unbekannt.
Für
Schatz ist die Zahl zu den Verbotsgesetzen "erschreckend". Auch
insgesamt betont sie, dass ein Rückgang rechtsextremer Tathandlungen
kein Grund sein dürfe, tatenlos zuzusehen: "Sie sind vielmehr ein
alarmierendes Signal, dass hier endlich gehandelt werden muss." Auch die
schwarz-blaue Landesregierung in Oberösterreich müsse endlich aktiv
werden und konkrete Maßnahmen setzen, findet Schatz.