Am Donnerstag hat die Wiener Landesregierung den Vertrag mit dem Bund, konkret mit der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA), zur Finanzhilfe für die Wien Energie, abgesegnet.
Dieser Vertrag besagt, dass der Bund dem Land Wien zwei Mrd. Euro kurzfristig für die Wien Energie zur Verfügung stellt. Laut Magistratsdirektion stimmten die Regierungsparteien SPÖ und NEOS zu. In weiterer Folge machte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) erneut von seiner Notkompetenz Gebrauch.
Wien Energie: Landesregierung Wien segnete Vertrag mit Bund ab
In der Mitteilung der Magistratsdirektion vom Donnerstag wurde darauf verweisen, dass die OeBFA mit Wien einen Vertrag nur auf Landesebene abschließen könne. Die Genehmigung müsse somit durch die Wiener Landesregierung erfolgen. "Um ehestmöglich die Finanzmittel für den Ernstfall abrufen zu können, war die Vertragsgenehmigung durch die Landesregierung dringend erforderlich", hieß es.
Zwei Mrd. Euro kurzfristige für die Wien Energie zur Verfügung gestellt
Vorgegangen
wurde darum mittels Umlaufbeschluss. "Laut derzeitigem Stand wurde der
Umlaufbeschluss mehrheitlich von SPÖ und NEOS angenommen - eine
Fraktion, die Wiener FPÖ stimmte dagegen, ÖVP und Grüne, haben sich bis dato noch nicht dazu geäußert", teilte das Magistrat mit.
Kreditrahmenvertrag zwischen Stadt Wien und Stadtwerken
In
weiterer Folge wurde ein Kreditrahmenvertrag zwischen Stadt und
Stadtwerken abgeschlossen. Dieser fällt in den Zuständigkeitsbereich der
Gemeinde und nicht des Landes - was bedeutet, dass Ludwig als
Bürgermeister von der Notkompetenz (die er als Landeshauptmann in dieser
Form nicht hat, Anm.) erneut Gebrauch machen konnte. Dies habe er
angesichts der Dringlichkeit getan, teilte man mit.
Vertrag ermöglicht Überweisung von Bundesmittel an Wien Energie
Der Vertrag ermögliche im Bedarfsfall die Überweisung der Bundesmittel zur Liquiditätssicherung an die Wien Energie. Bis dato wurde der vom Bund eingeräumte Finanzrahmen aber nicht in Anspruch genommen, hieß es.