Laut Energieministerin Leonore Gewessler und Finanzminister Magnus Brunner hat die Wien Energie die Bundesregierung um finanzielle Unterstützung gebeten.
"Diese Hilfe haben wir gestern bei einem Krisengipfel selbstverständlich zugesagt", schrieb Gewessler am Montagvormittag auf Twitter. Um helfen zu können, müssen man aber "noch offene Fragen mit der Stadt Wien als Eigentümerin" klären. "Diese Gespräche finden in den kommenden Stunden statt."
Finanzminister Brunner hatte am Sonntagabend in der "ZIB2" mit dem Statement aufhorchen lassen, dass sich Wien
Energie in einer "finanziellen Notlage" befinde. "Wir sind nun dabei,
die Details mit den Verantwortlichen zu klären. Es ist zu klären, wie es
dazu kommen konnte und was die Stadt Wien beitragen kann", schrieb Brunner am Montag auf Twitter.
Aufgrund
der stark gestiegenen Gas- und Strompreise müssen Versorger und
Energiehändler bei Geschäften für künftige Energielieferungen (Futures)
deutlich höhere Sicherheiten hinterlegen.
Es
"seien Sicherheiten für Energiehandel zur langfristigen Absicherung
notwendig", erklärte der Energieversorger Montagmittag in einer
Aussendung. "Es müssen keine Verluste ausgeglichen werden." Wien
Energie verwies darauf, dass Energieversorger in Deutschland vor
denselben Problemen stehen würden wie hierzulande und dort bereits das
staatlich garantierte Margining-Finanzierungsinstrument nutzen würden.
In Österreich gibt es bisher kein vergleichbares Absicherungsinstrument
für Versorger.
Zwischen 1,7 und 1,8 Mrd. Euro muss die Stadt-Wien-Tochter Anfang der Woche als Sicherheit hinterlegen, hieß es in Medienberichten. "Die Stadt Wien soll in den vergangenen Wochen mit einer milliardenschweren Garantie schon ausgeholfen haben, kommt aber nun an ihre Grenzen", schreibt die "Kronen Zeitung" in ihrer Online-Ausgabe. Nun brauche es Sicherheiten vom Bund.