Am Donnerstag begrüßte Energieministerin Leonore Gewessler (GRüne) die Vorschläge der SPÖ zu Änderungen bei der Gas-Lenkungsverordnung.
Energieministerin Leonore Gewessler (Grüne) signalisiert Gesprächsbereitschaft gegenüber den Oppositionsparteien, um doch noch die notwendige Zweidrittel-Mehrheit für eine Gas-Lenkungsverordnung zustande zu bringen. Die am Donnerstag von der SPÖ vorgelegten Vorschläge seien "konstruktiv" und stünden ihren Plänen "nicht diametral entgegen", ließ Gewessler mitteilen. Die SPÖ hatte zuvor erklärt, notfalls auch zu einer Änderung des Energielenkungsgesetzes (EnLG) bereit zu sein.
Der
SPÖ geht es vor allem darum, dass Energieversorger mit
"außergewöhnlichen Übergewinnen aus der Notsituation" keine finanzielle
Entschädigung für die vom Staat angeordnete Umrüstung ihrer Anlagen von
Gas auf Kohle bekommen sollen.
Wenn das Ministerium auf seiner
Rechtsauffassung beharre, dass dies innerhalb der Lenkungsverordnung
nicht möglich sei, wäre die SPÖ zur "Nachschärfung" des
Energielenkungsgesetzes bereit, hieß es am Donnerstag von den
Sozialdemokraten. Die Regierungsparteien ÖVP und Grüne benötigen für den
Beschluss eine der beiden großen Oppositionsparteien SPÖ oder FPÖ, weil
in diesem Fall eine Zweidrittelmehrheit notwendig ist. Im Mai hatten
alle Parteien der EnLG-Gesetzesnovelle zugestimmt.
Als
Alternative zu einer Gesetzesänderung schlägt die SPÖ vor: "Die
Regierung bekennt sich rechtsverbindlich zur generellen steuerlichen
Abschöpfung der Milliarden-Übergewinne der Konzerne, die momentan
kriegsbedingt sogenannte Windfall-Profits generieren."