Beim Thema Klimapolitik werfen NEOS den Grünen vor in der Regierung versagt zu haben.
Angesichts der historischen Dürre in Europa, den bisher fünf Hitzewellen in Österreich und weltweiter Extremwetterereignisse sei es inakzeptabel, dass es in Österreich seit 600 Tagen kein Klimaschutzgesetz gibt. Die Grünen würden es nicht schaffen, sich gegen die ÖVP durchzusetzen, obwohl das Klimaschutzgesetz sogar im Koalitionsabkommen stehe, kritisiert der pinke Generalsekretär Douglas Hoyos.
NEOS werfen den Grünen beim Klimaschutzgesetz Versagen vor
"Meine Tochter ist knapp zwölf Monate alt. Wir kämpfen heute darum, ob, wenn sie in Pension geht, es so warm ist wie in Marseille oder wie im Senegal", unterstrich NEOS-Klimasprecher Michael Bernhard die Dringlichkeit der Klimafrage.
ÖVP bezeichnete Klimaschutzgesetz "nicht als das allerwesentlichste"
Nachdem ÖVP-Klimasprecher Johannes
Schmuckenschlager sagte, dass das Klimaschutzgesetz "nicht das
allerwesentlichste" sei, müssten sich die Grünen fragen, ob sie
eigentlich noch richtig sind in dieser Koalition, so Hoyos. Immerhin
hätten die Grünen etwa beim Thema Asyl zurückgesteckt, um Österreich
klimafit zu machen.
NEOS Wien würden Dringlichkeit der Klimafrage mittragen
Dazu, dass die NEOS in Wien
trotz der Dringlichkeit der Klimafrage die Verkehrspolitik der SPÖ
mittragen - Stichwort Stadtstraße und Lobau-Autobahn - sagte Hoyos,
"natürlich ist es als Juniorpartner nicht immer einfach". Der
Unterschied aber sei: "Wir haben im Regierungsprogramm alle Dinge, die
wir vereinbart haben, durchgezogen bisher in Wien."
Das fehlende Klimaschutzgesetz habe negative Folgen
Das
seit fast zwei Jahren fehlende Klimaschutzgesetz hat laut den NEOS ganz
konkrete negative Folgen für die österreichische Volkswirtschaft. Wäre
das Gesetz seit 2020 in Kraft, wäre Österreich beim Energiesparen schon
weiter und es müssten nicht, wie heuer der Fall, bis zu zehn Milliarden
Euro für Erdgas nach Russland fließen.