Für einkommensschwache Familien bedeutet der Start in ein neues Schuljahr eine enorme finanzielle Belastung. Hilfsorganisationen riefen daher zu Spenden auf.
Die Hilfsorganisationen Caritas und der Samariterbund unterstützen Betroffene mit Aktionen und riefen zu Spenden auf. "Obwohl es aktuell zusätzliche staatliche Unterstützungen gibt, sehen wir, dass sich die Situation für viele Familien jetzt zunehmend verschärft", sagte Klaus Schwertner, Geschäftsführer der Caritas Wien.
Bis zu 300 Euro kostet der Caritas zufolge ein Startpaket für den Schulanfang im regulären Handel. "Das können sich viele Familien nicht leisten, zumal noch zusätzliche Kosten, etwa für Schulausflüge und Kopiergeld oder Nachhilfe zu berappen sind", hieß es in einer Presseaussendung am Montag. Die Teuerung verschärfe die Situation zusätzlich. "Wenn nun von Preisdeckeln bei Strom und Gas die Rede ist, braucht es einen solchen Deckel auch im Bereich der Bildung. Denn Bildung muss auch in Zeiten von Rekordinflation leistbar bleiben", so Schwertner,
Um die Situation abzufedern, haben Schüler und
Schülerinnen der "youngCaritas" bereits vor dem Sommer eine große
Schulsachensammlung gestartet. "9.195 Schüler*innen haben in Wien
und Niederösterreich ein wichtiges Zeichen gesetzt und Schulmaterialien
für Kinder und Jugendliche in unseren Einrichtungen gesammelt. 56
Schulen spendeten mehrere hundert Schultaschen und tausende Federpenale,
Stifte, Hefte, Lineale und Handarbeitskoffer", so Alice Uhl, Leiterin
der youngCaritas. Gleichzeitig wurde auch die Bevölkerung dazu
aufgerufen, gut erhaltene Schulsachen in den verschiedenen Zentren der
Caritas zu spenden. "Die Nachfrage ist deutlich größer als das Angebot",
sagte Schwertner.
Auch der Samariterbund rief zum Spenden auf.
"Ob für die Kinder aus unseren LernLEOs, unseren Einrichtungen der
Flüchtlingshilfe, aber auch aus den Familien, die zur Sozialberatung in
die Sozialmärkte kommen - wir wollen diese Familien unterstützen und
ihnen den Schulstart erleichtern. Dazu benötigen wir dringend Spenden,
um einfach und unbürokratisch zu helfen", so der Appell von Oliver
Löhlein, Geschäftsführer des Samariterbund Wiens.
Geldspenden würden es ermöglichen, Gutscheine und Schulmaterialien zu
besorgen und diese gezielt an Kinder aus armutsbetroffenen Familien zu
verteilen. Zudem werden auch Sachspenden wie Schultaschen und Rucksäcke,
aber auch Werkkoffer, Turnbeutel oder Schreibwaren oder Gutscheine von
Papierwarengeschäften gerne angenommen.
Infos zu Spendenmöglichkeiten der und und dem .