Das Ende des Frequency Festivals 2022 in St. Pölten am Samstag war verkehrstechnisch von einer verstörkten Öffi-Nutzung geprägt gewesen. Das entlastete die ÖAMTC-Pannenhilfe.
Verkehrstechnisch ist das am Samstag zu Ende gegangene in St. Pölten von einer verstärkten Öffi-Nutzung geprägt gewesen. Diese Tatsache bescherte der sonst oft stark geforderten Pannenhilfe des ÖAMTC Entlastung. Verbucht wurden knapp 150 Einsätze, das bedeutete einen Rückgang im Vergleich zu früheren Ausgaben. Gruppenleiter Harald Feichtinger ortete am Montag eine Veranstaltung "ohne außergewöhnliche Vorkommnisse". Kuriose Situationen gab es dennoch.
Bereits vor dem Festival war seitens des ÖAMTC die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen worden. Geboten wurden den Besuchern Sonderzüge der ÖBB ebenso wie eigens eingerichtete Shuttlebusse vom Bahnhof zum Frequency-Gelände. Die Musikfans machten davon reichlich Gebrauch. "Der Anteil der Öffi-Nutzung ist deutlich gestiegen", konstatierte Feichtinger im Gespräch mit der APA. So verlagerte sich auch ein größerer Teil der oft hauptsächlich am Sonntag stattfindenden Abreise zeitlich um einige Stunden nach vorne: "Viele waren schon am Samstag festivalmüde."
Aufgeboten wurden vom
ÖAMTC von Mittwoch bis Sonntag in Summe 28 Pannenfahrer. Ausgerückt
wurde 150 Mal, bei früheren Festivalausgaben sei diese Zahl bei 200 bis
220 gelegen. Für die Helfer war diesmal ein Arbeiten mit etwas weniger
Druck möglich: "Sie konnten sich Zeit nehmen für die einzelnen Pannen."
Am häufigsten wurden die Mitarbeiter des ÖAMTC - wie bereits in der
Vergangenheit - wegen verlorener Autoschlüssel und leeren Autobatterien
gerufen.
Den Mitgliedern des Pannendienstes kamen im Laufe des
Festivals aber auch einige kuriose Situationen unter. Als Pechvogel gilt
etwa ein Mann, der sich in der Nacht auf Sonntag nur in Unterhose
bekleidet aus seinem Auto ausgesperrt hatte. In diesem Aufzug hätte der
Betroffene eigentlich nur den raschen Gang in Richtung WC unternehmen
wollen. Die angeforderten Helfer des ÖAMTC waren rasch zur Stelle und
öffneten den Pkw.
Trotz vermehrter Öffi-Nutzung blieb der Sonntag
für den Pannendienst ein starker Tag. Bei einsetzendem Regen bildete
sich bei der Abreise Stau, vor allem rund um das Festival-Gelände. "Von
Chaos waren wir aber weit entfernt", bilanzierte Feichtinger. Vom Regen
aufgeweichten Untergrund habe es heuer nur am letzten Frequency-Tag
gegeben. Das erspart den Helfern des ÖAMTC auch Zeit bei der Reinigung
der eigenen Fahrzeuge. "Nach dem Nova Rock mussten wir zwei Tage lang
putzen, das ist diesmal ausgeblieben."