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Unwetter: Züge auf Südbahn entfallen teils bis Montag

19-08-2022, 11:29

Nach Unwettern am Donnerstag werden die Behinderungen im Bahnnetz auf der Südbahn laut ÖBB bis Montag andauern.

In der Nacht wurden nach den heftigen Unwettern Aufräum- und Reparaturarbeiten durchgeführt, zahlreiche Streckensperren konnten bereits behoben werden. Doch zwischen Leoben und Friesach bzw. St. Michael bis Wald am Schoberpass fährt derzeit kein Zug, Fernzüge von Wien nach Italien werden über Salzburg umgeleitet, Fernzüge von Wien nach Villach bzw. von Graz bis Selzthal entfallen am Freitag.

Unwetter: Züge auf Südbahn entfallen teils bis Montag

Für Fahrgäste von Graz nach Selzthal steht der Nahverkehr zur Verfügung. Schienenersatzverkehr wurde zwischen Leoben und Friesach und zwischen St. Michael und Wald am Schoberpass eingerichtet. Ab voraussichtlich Betriebsbeginn am Samstag sind diese Strecken wieder eingleisig befahrbar (zweigleisig voraussichtlich ab Montag mit Betriebsbeginn). Auch im Güterverkehr kommt es derzeit zu Behinderungen und möglicherweise längeren Transportzeiten, so die ÖBB in einer Aussendung.

ÖBB rät Fahrten nach Kärnten auf Samstag zu verschieben

"Wir raten dazu, wenn möglich, Fahrten nach und von Kärnten auf morgen zu verschieben. Die Tickets behalten ihre Gültigkeit", sagte ÖBB-Sprecher Bernhard Rieder am Freitag. Fahrgäste können auch auf die Westbahn ausweichen und über Salzburg von Kärnten nach Wien und umgekehrt fahren. "Auf dieser Strecke wird es zusätzliche Kapazitäten geben", kündigte Rieder an. Details sind noch in Ausarbeitung.

Heftige Unwetter am Donnerstag beschädigten Bahninfrastruktur

Heftige Unwetter hatten am Donnerstagnachmittag die Stromversorgung und Bahninfrastruktur im Süden Österreichs schwer beschädigt. Die ÖBB stellten am Nachmittag den gesamten Bahnverkehr in Kärnten, Osttirol und der Steiermark ein. Ursache war ein großflächiger Ausfall der 110 kV-Bahnstromversorgung für den Bereich Kärnten und Steiermark ab 16.15 Uhr. Vielerorts kamen darüber hinaus Oberleitungen durch umstürzende Bäume zu Schaden.

Chaotische Zustände an Bahnhöfen, Zugverkehr wurde gestoppt

An Bahnhöfen gab es chaotische Zustände, nachdem der Zugverkehr gestoppt wurde. "Alle Züge konnten in Stationen halten, keiner blieb auf offener Strecke", sagte Rieder. Es wurde versucht, die Passagiere mit Bussen weiter zu transportieren, teilweise mit stundenlangen Wartezeiten. Zahlreiche Fahrgäste mussten an Ort und Stelle übernachten. Sie bekommen die Übernachtung und Ausgaben ersetzt.

EU-weit einheitliche Fahrgastrechte-Verordnung

Das sieht die EU-weit einheitliche Fahrgastrechte-Verordnung vor. Zudem bestätigte der Europäische Gerichtshof 2013 mit einem Urteil, dass Bahnreisende auch bei Verspätung aufgrund höherer Gewalt - wie etwa Schneefall oder Unwetter - Anspruch auf Fahrpreisentschädigung haben.

(APA/Red)

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