Die Perseiden sind im August wieder am Himmel zu beobachten. Für Samstag, den 13. August, wird das Maximum erwartet, allerdings stört der Vollmond in diesem Jahr leider die Sichtbarkeit des Sternschnuppenstroms.
Weniger verheißungsvoll als in vielen Sommern davor dürfte heuer ein Blick gen Himmel zum Höhepunkt des alljährlichen Meteorstroms der Perseiden werden. Das Maximum wird für den Samstag (13. August) gegen 3.00 Uhr erwartet. In der Nacht davor ist allerdings Vollmond. Aufgrund der entsprechend stark leuchtenden Konkurrenz am Nachthimmel reduziert sich die Sichtbarkeit der Sternschnuppen erheblich, heißt es seitens der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA).
Immer Mitte August kreuzt die Erde die Bahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle, dessen Staubspur den Sternschnuppen-Regen der Perseiden erzeugt. Das geschieht, weil die Staubkörner mit ungefähr 60 Kilometern pro Sekunde mit der Erdatmosphäre kollidieren. Dort verdampfen sie in großer Höhe und bringen dabei die Luft hinter sich zum Leuchten. Der Name "Perseiden" kommt daher, weil es so aussieht, als würden Sterne aus dem Sternbild des Perseus fallen.
Der
Meteorstrom wird auch "Tränen des Laurentius" genannt, weil sein
Erscheinen mit dem Namenstag des Märtyrers Laurentius am 10. August
zusammenfällt und als Tränen des Himmels über dessen Martyrium gedeutet
wurden. Das Sternbild geht Mitte August spätabends im Nordosten auf und
steigt bis zur Morgendämmerung in die Osthälfte des Himmels.
Heuer wären in der Nacht von Freitag auf Samstag die Voraussetzungen auf Beobachtungen am besten, da das Maximum bei Dunkelheit zu erwarten ist. Ganz so finster, wie es Interessierte gerne hätten, wird es jedoch nicht. Der Vollmond-Termin am 12. August um 3.36 Uhr stört "in den Nächten um das Maximum die Beobachtung dieses Meteorstroms im heurigen Jahr erheblich", so WAA-Präsident Alexander Pikhard: "Unter diesen Bedingungen sind nur die hellsten Meteore mit freiem Auge zu sehen, somit dürfen wir heuer auch an dunklen Beobachtungsorten nur wenige Erscheinungen pro Stunde erwarten."
Angesichts dessen, der
anhaltenden Covid-19-Pandemie "und nicht zuletzt wegen der anhaltenden
Trockenheit", die vielerorts Waldbrandgefahr mit sich bringt, rät die
WAA von "Perseiden-Partys"
ab. Wie schon in den vergangenen beiden Jahren veranstaltet man daher
kein gemeinschaftliches Sternschauen auf der Wiener Sophienalpe, wo sich
in der Vergangenheit zu dem Ereignis mitunter Tausende Interessenten
getroffen haben.