Aufgrund der Teuerung fordern die NEOS eine viel stärkere Senkung der Lohnnebenkosten, als es die türkis-grüne Regierung vorgesehen hat.
Österreich sei im internationalen IMD-Wettbewerbsfähigkeitsranking auf den 20. Platz abgestürzt. Eine Senkung der Arbeits- und Produktionskosten am Standort Österreich sowie eine Erhöhung der Netto-Einkommen der Arbeitnehmer sei notwendiger denn je, so die NEOS.
Teuerung: NEOS fordern eine starke Senkung der Lohnnebenkosten
Eine aktuelle Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts "Economica" im Auftrag von NEOS zeige, dass mindestens 8,9 Milliarden Euro nötig wären, um an den EU-Durchschnitt heranzukommen. "Die angekündigten Beitragskorrekturen der Regierung sorgen also nur dafür, dass die Abgabenquote nicht weiter steigt, sie senken die Abgabenlast aber nicht. Österreich bleibt weiter ein absolutes Hochsteuerland. Gerade in der derzeitigen Situation ist es allerdings notwendig, durch nachhaltige strukturelle Reformen für eine nachhaltige Entlastung zu sorgen", kritisieren die NEOS in einer Stellungnahme gegenüber der APA.
Kosten der Lohnnebenkosten in Österreich über EU-Durchschnitt
Laut
der Studie liegt das Aufkommen der Lohnnebenkosten, und damit die
Kostenbelastung der Unternehmen, in Österreich drei Prozentpunkte des
BIP über dem EU-Durchschnitt. Das entspricht rund 12,5 Mrd. Euro. Von
einer Senkung der Lohnnebenkosten würden nicht nur die Unternehmer,
sondern auch die Arbeitnehmer profitieren. Die Lohnnebenkosten - wie von
der Bundesregierung vorgeschlagen - um nur 0,3 Prozent zu senken, sei
jedoch viel zu wenig.
Loacker fordert Senkung der ARbeitnehmer-Beiträge
NEOS-Wirtschaftssprecher Gerald Loacker fordert unter anderem die Senkung mehrerer Arbeitnehmer-Beiträge, etwa des Beitrags zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) von 3,9 auf drei Prozent, die Streichung der Kommunalsteuer, eine Senkung des Pensionsversicherungsbeitrags von 12,5 auf 11,4 Prozent und des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung von drei auf 2,3 Prozent. Insgesamt soll so eine Entlastung von fast neun Mrd. Euro erriecht werden.
Hohe Lohnnebenkosten seien große Belastung für Unternehmen
"Die
hohen Lohnnebenkosten stellen eine große Belastung für die
österreichischen Unternehmen, vor allem für KMUs, dar. Sie bedeuten
einen internationalen Wettbewerbsnachteil und schädigen somit den
Wirtschaftsstandort Österreich nachhaltig. Die Studie zeige, dass sich
gerade bei den nicht-arbeitnehmerbezogenen Lohnnebenkosten viele
Milliarden einsparen ließen - ohne Leistungsverluste für die
Arbeitnehmer, so Loacker.