Bei der Landtagswahl in Tirol am 25. September will die oppositionelle Liste Fritz vor allem auf den "Haustürwahlkampf" setzen.
Die oppositionelle Liste Fritz setzt bei den in den Vorbereitungen auf die heiße Wahlkampfphase auf Bürgernähe. "Haustürwahlkampf", um "mit den Menschen direkt in Kontakt zu treten", bringe "am meisten", hielt Spitzenkandidatin und Parteiobfrau Andrea Haselwanter-Schneider im APA-Gespräch fest. Maximal 600.000 Euro sollen für den Wahlkampf ausgegeben werden, den offiziellen Auftakt bilde der Bürgertag am 3. September.
Liste Fritz setzt bei Tirol-Wahl vor allem auf "Haustürwahlkampf"
Im Maxn Hof in Arzl bei Innsbruck sollen dann "alle eingeschworen werden, noch einmal zu rennen", unterstrich Haselwanter-Schneider. Neben den Kandidatinnen und Kandidaten und deren Begleitungen stehe die Türe selbstverständlich auch Sympathisantinnen und Sympathisanten offen.
Liste Fritz werde schon vor dem 3. September "rennen"
Rennen werde man allerdings bereits vor
dem 3. September: Als Spitzenkandidatin wolle auch sie sich viel beim
Haustürwahlkampf einbringen - nicht nur im Zentralraum Innsbruck,
sondern auch in den Bezirken. "Möglichst breit" soll der Wahlkampf
angelegt werden, wobei darauf geachtet werden müsse, dass "Ressourcen
gezielt eingesetzt werden". "Wir können nicht auf allen Hochzeiten
tanzen", wusste die Oppositionspolitikerin und langjährige
Landtagsabgeordnete, die bereits zum dritten Mal an vorderster
Wahlkampffront steht.
Tiroler Liste Fritz wolle auch virtuell präsent sein vor der Wahl
Auch virtuell wolle man präsent sein und auf
den gängigen Plattformen - Youtube, Facebook und Instagram -
wahlkämpfen. "Wir gehen nicht so sehr auf die ganz Jungen", gab
Haselwanter-Schneider offen zu, "und konzentrieren uns auf das, was wir
schön können, anstatt einen TikTok-Kanal zu machen". Die Kerngruppe
seien schließlich die "30 bis 99plus"- Jährigen. Eine Sommerpraktikantin
und "ein paar Junge" im Wahlkampfteam sorgten aber für gute Ideen und
Einblicke.
Vorbereitungen auf den heißen Wahlkampf laufen auf Hochtouren
Aktuell liefen hinter der Partei-Kulisse der
Oppositionspartei die Vorbereitung auf den heißen Wahlkampf jedenfalls
auf Hochtouren. Durch die Vorverlegung der Wahl müsse nun alles sehr
schnell gehen. So waren zum Zeitpunkt des Gesprächs einige Details -
etwa wo und welche Wahlkampfveranstaltungen geplant sind - noch offen.
Das "Dringendste" seien zunächst die Druckwerke gewesen, gab
Haselwanter-Schneider Einblicke in die Vorbereitungen.
Haselwanter-Schneider sei zunächst gegen Wahlplakate gewesen
Sie selbst
sei zunächst gegen Wahlplakate gewesen, habe sich dann aber von ihrem
Team überzeugen lassen: "Wenn alle anderen zu sehen sind, dann müssen
wir mitziehen", fand Haselwanter-Schneider. Rund 60 große und geschätzt
2.500 kleine Plakate im A0-Format werde die Partei ab dem 15. August
flächendeckend in Tirol selbst auf- und wieder abhängen, konkretisierte
die Parteichefin. Was darauf genau zu sehen sein wird, wollte sie noch
nicht verraten, nur so viel: Neben ihrem Konterfei werden jedenfalls
auch der Listenzweite, Klubobmann und LAbg. Markus Sint, sowie die
Spitzenkandidatinnen und -kandidaten in den jeweiligen Bezirken zu sehen
sein.
Liste Fritz habe noch kein ausformuliertes Motto zur Wahl
Ein ausformuliertes Motto gebe es noch keines, informierte
die Parteiobfrau. Vermitteln wolle man aber jedenfalls: "Die Menschen
stehen im Mittelpunkt". Die Liste Fritz wolle den (potenziellen)
Wählerinnen und Wählern vermitteln, dass sie wieder ernst genommen
werden. Thematisch baue die Partei den Wahlkampf um vier grobe
Themenblöcke, führte Haselwanter-Schneider aus. Unter dem Motto "Tirol
endlich leistbar machen" fielen etwa der Tiroler Dauerbrenner leistbares
Wohnen, aber auch die Debatte um Strom- und Energiepreise.
Themen-Schwerpunkt ist unter anderem Pflege und Gesundheit
Des
Weiteren setze man einen Schwerpunkt bei den Themen "Pflege, Gesundheit
und funktionierendes Gesundheitssystem", so die Diplom-Krankenschwester
und promovierte Pädagogin weiter. Hierunter fielen auch bekannte
Forderungen der Liste wie der "Rechtsanspruch auf Pflege und Betreuung",
eine Anstellung pflegender Angehöriger beim Land und Landesförderungen
für die 24-Stunden-Pflege. Unter dem Motto "Endlich saubere Politik"
wolle man sich in Oppositions-Manier in puncto "Kontrolle" profilieren.
Schließlich stehe auch - unter dem Motto "Verkehrslawine stoppen" - das
im Bundesland omnipräsente Thema Verkehr im Fokus.
Die Liste Fritz
war bei der Landtagswahl 2018 auf 5,46 Prozent bzw. zwei Mandate
gekommen. Zuletzt sah sie eine Umfrage im Steigen und wies 10,2 Prozent
aus.