Damit wird auch die Kostenrefundierung des Bundes an die Länder für das Contact Tracing eingestellt.

Damit wird auch die Kostenrefundierung des Bundes an die Länder für das Contact Tracing eingestellt.
Wien, Burgenland, Kärnten, Niederösterreich und Tirol hatten zuvor erklärt, auf eine Vorgabe des Bundes zu warten - seien doch die Erlässe, die Contact Tracing vorsehen, noch in Kraft. Im Gesundheitsministerium ist die Entscheidung für die Einstellung bereits gefallen, sie werde den Ländern in der gebotenen Form mitgeteilt, hieß es am Donnerstag.
Im Büro von Minister Johannes Rauch (Grüne) wurde auch auf den neuen Variantenmanagementplan verwiesen. Der sieht für die aktuellen Virusvarianten kein Kontaktpersonenmanagement vor. Käme man wieder in eine höhere Stufe mit Absonderung Infizierter, müsste man das Contract Tracing wieder aufnehmen, wurde erläutert.
Über die Einstellung hatte es am Donnerstag etwas Verwirrung gegeben. Denn das Büro des Wiener Stadtrats Peter Hacker (SPÖ) berichtete von einer Aussage des Ministers Rauch - auf Anfrage Vorarlbergs - in der Landesgesundheitsreferenten-Runde am Dienstag, wonach das Contact Tracing grundsätzlich weitergeführt werden solle. Einen Erlass aus dem Ministerium gebe es noch nicht. Darauf warteten nicht nur die SPÖ-geführten Länder Wien, Burgenland und Kärnten, sondern auch die ÖVP-geführten Länder Niederösterreich und Tirol.
Salzburg, Steiermark und Vorarlberg gaben hingegen bereits die Einstellung bekannt. Salzburg hatte schon am Mittwoch per Aussendung mitgeteilt, dass mit dem Quarantäne-Ende auch das Contract Tracing beendet wird. Aus Sicht der Steiermark war die Sache ebenfalls klar: Das Contact Tracing wird eingestellt, die "Rechtsgrundlage für das CT ist ja wegfallend", sagte Corona-Koordinator Helmut-Theobald Müller auf Anfrage.
Auch in Vorarlberg stand am Donnerstag fest, dass das Contact Tracing per 1. August endet. Ab August würden lediglich noch die Erkrankten-Daten erhoben. Das bisher für das Contact Tracing benötigte Personal erhalte ein neues Aufgabengebiet und werde vor allem im Entschädigungsteam arbeiten, hieß es auf APA-Anfrage vonseiten der Landespressestelle.
(APA/Red)
