Die Zahl der E-Autos in der EU nimmt zu. Österreich ist nur eines von vier EU-Ländern in denen die Zahl der Neuzulassungen von batteriebetriebenen Fahrzeugen zurückgeht.
Von April bis Juni machten E-Autos 9,9 Prozent der gesamten Pkw-Zulassungen aus, teilte der europäische Branchenverband Acea am Mittwoch mit. Vor einem Jahr lag der Anteil bei 7,5 Prozent. Auch der Anteil der Plug-in-Hybridfahrzeuge legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, wenngleich die Stückzahlen zurückgingen. Gleichzeitig schrumpfte der Marktanteil von Benzin- und Dieselfahrzeugen erheblich.
Unter den fünf wichtigen Absatzmärkten trugen vor allem Spanien und Frankreich zur Entwicklung der reinen Elektrofahrzeuge bei. Hier gab es jeweils zweistellige Wachstumsraten. In Italien wurden deutlich weniger Stromer abgesetzt, während die Neuzulassungen in Deutschland nur leicht schrumpften. Die herkömmlichen Verbrenner machten im zweiten Quartal noch 55,8 Prozent aus. Ein Jahr zuvor lag der Marktanteil noch bei 62 Prozent. Vor allem Dieselautos werden immer seltener verkauft.
Österreich ist eines von nur vier EU-Ländern,
in denen es im zweiten Quartal 2022 gegenüber dem Vorjahreszeitraum
einen Rückgang an Neuzulassungen für Elektroautos gab. Laut Acea wurden
heuer in Österreich von April bis Juni um 16,1 Prozent weniger
Elektroautos zugelassen, als im Vorjahresquartal. Im ersten Halbjahr
2022 gab es hierzulande einen Rückgang von 5,5 Prozent bei den
Elektroauto-Neuzulassungen, während in der gesamten EU ein Plus von 28,4
Prozent verzeichnet wurde.
Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) betont, dass bei der Energiewende bei den Neuwagen der Hebel bei den Firmen liege. Laut der Statistik Austria entfielen 2021 zwei Drittel der Neuzulassungen auf Unternehmen und andere juristische Personen. Firmenwagen, die Diesel oder Benzin verbrennen, sollen nicht mehr steuerlich begünstigt werden, so der VCÖ.