2022 haben sich knapp 16.000 Personen für den Aufnahmetest für das Medizinstudium am Freitag (8. Juli) angemeldet.
Zu vergeben sind an den Medizin-Unis Wien, Innsbruck und Graz bzw. an der Uni Linz heuer 1.850 Studienplätze und damit um 110 mehr als im Vorjahr. Anders als 2021 ist ein für eine Teilnahme nicht mehr erforderlich, nach wie vor gilt aber abgesehen vom eigenen Platz eine FFP2-Maskenpflicht.
16.000 Anmeldungen für Aufnahmetest für Medizinstudium
Die Chancen auf einen Studienplatz stehen heuer etwas besser als in den beiden vergangenen Jahren. Im Vorjahr gab es mit 18.000 Anmeldungen deutlich mehr Studienwerber, dazu kommen die zusätzlichen Studienplätze. 70 davon entstehen in Linz, 20 in Wien und je zehn in Graz und Innsbruck. Insgesamt werden damit an der Medizinischen Universität Wien 760 Plätze für Human- bzw. Zahnmedizin angeboten, an der Medizinischen Universität Innsbruck 410, an der Medizinischen Universität Graz 370 und in Linz 310.
7.881 Anmeldungen für Medizinstudium an Uni Wien
An der Medizin-Uni Wien
haben sich diesmal 7.881 Personen angemeldet, damit kommen mehr als
zehn Interessenten auf einen Studienplatz. An der Medizin-Uni Innsbruck
gab es 3.350 Anmeldungen (rund acht Bewerbungen pro Studienplatz), an
der Medizin-Uni Graz 2.650 (rund sieben Bewerbungen pro Platz) und an
der Uni Linz 1.907 (rund sechs Bewerbungen pro Platz). Im Regelfall
erscheinen rund 80 Prozent der Angemeldeten am Testtag auch tatsächlich
zur Prüfung.
Medizinstudium: Aufnahmeverfahren dauert rund acht Stunden
Das Aufnahmeverfahren dauert (inklusive Mittagspause)
rund acht Stunden: Abgeprüft wird das schulische Vorwissen aus
Biologie, Chemie, Physik und Mathematik, Lesekompetenz und
Textverständnis sowie kognitive Fertigkeiten (Zahlenfolge, Gedächtnis
und Merkfähigkeit, Figuren zusammensetzen, Wortflüssigkeit,
Implikationen erkennen). Im Testteil "Sozial-emotionale Kompetenzen"
müssen die Bewerber anhand der Beschreibung einer Situation feststellen,
wie sich ihr Gegenüber fühlt, bzw. anstehende Entscheidungen
hinsichtlich ihrer Bedeutung reihen. Angehende Zahnmediziner müssen
statt Textverständnis und dem Erkennen von Implikationen manuelle
Fertigkeiten nachweisen.
Matura bei Testantritt noch nicht erforderlich
Für den Antritt beim Test ist die Matura
noch nicht Voraussetzung - das Maturazeugnis muss erst im Rahmen der
Zulassung vorgelegt werden. In der Humanmedizin gehen mindestens 95
Prozent der Studienplätze an allen Unis an Kandidaten aus der EU und
mindestens 75 Prozent an Studienwerber mit österreichischem
Maturazeugnis. In der Zahnmedizin werden die Plätze unabhängig von der
Nationalität an die Bewerber mit dem besten Testergebnis vergeben.
Vergabe von Studienplätzen im öffentlichen Interesse
Erstmals
bestand die Möglichkeit, eine bestimmte Anzahl an
Medizin-Studienplätzen für Aufgaben im öffentlichen Interesse zu
reservieren. Trotz des von vielen Seiten kommenden Rufs etwa nach mehr
Kassenärzten am Land wurde das Modell allerdings kaum genutzt, einzig
das Bundesheer hat sich zehn Studienplätze an der Medizin-Uni Wien
gesichert. Die Kandidaten dafür müssen am normalen Aufnahmetest
teilnehmen, aber nicht wie üblich unter den besten 680
Humanmedizin-Studienwerbern sein. Stattdessen reichen 75 Prozent der
Punkteanzahl aller angetretenen Bewerberinnen und Bewerber.