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Einspeicherung in österreichische Gas-Speicher gesunken

1-07-2022, 15:30

Die Gas-Speicher in Österreich füllen sich momentan mit weniger Tempo als gehofft. Die Einspeicherung in die österreichischen Speicher ist seit dem vergangenen dienstag "merklich zurückgegangen", berichtete das Klimaministerium am Freitag.

Leonore Gewessler (Grüne) kündigte für kommenden Dienstag eine Lageeinschätzung der Bundesregierung an. Ursache für die niedrigen Einspeicherraten seien laut ersten Analysen hohe Gas-Exporte von Österreich nach Italien.

Analysen: Niedrige Einspeicherraten wegen hohen Gas-Exporten von Österreich nach Italien

"Die Lage ist ernst. Es ist wichtig, dass wir die Ursachen genau analysieren. Am Dienstag werden wir in der Bundesregierung über mögliche weitere Schritte entscheiden. Oberste Priorität hat immer die sichere Versorgung von Haushalten und sozialen Einrichtungen", hieß es in der schriftlichen Erklärung von Gewessler am Freitag.

Gas-Notfallplan: Österreich rief Frühwarnstufe aus

Österreich hatte am 30. März die Frühwarnstufe, die erste Stufe des dreistufigen Gas-Notfallplans, ausgerufen. Deutschland rief vergangene Woche die Alarmstufe aus, nachdem Russlands Staatskonzern Gazprom Mitte Juni die Lieferungen nach Europa, unter anderem über Nord Stream 1, drosselte.

Ziel: Gas-Speicher auf 80 Prozent füllen

Das für Energiefragen zuständige Gewessler-Ressort hielt am Freitag fest, dass mit der Frühwarnstufe eine "umfassende Vorbereitung auf den Ernstfall und eine engmaschige Überwachung der Gasversorgung" verbunden sei. Ziel der Regierung ist, die Speicher bis zum Beginn der Heizsaison auf 80 Prozent zu füllen. "Sollte dieses Ziel gefährdet sein, wird auch in Österreich die Alarmstufe ausgerufen", so das Ministerium.

(APA/Red)

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