Die Teuerung wirkt sich auch auf das Konsumverhalten aus. Konsumenten greifen immer öfter zu günstigeren Produkten. Händler kämpfen zudem mit Lieferengpässen und Personalmangel.
"Zwei Drittel der Konsumentinnen und Konsumenten achten bewusst darauf, wie viel sie für den täglichen Einkauf ausgeben und greifen vermehrt zu günstigeren Produkten. Aufgrund der Inflation treten immer mehr Wechselkäufer auf, die statt zu Bio eher zu konventionellen Produkten greifen müssen", so Handelsverband Geschäftsführer Rainer Will am Dienstag laut einer Aussendung.
Um die monatlichen Ausgaben um 100 Euro zu
reduzieren, würden zwei Drittel weniger für Kleidung und Schuhe
ausgeben, zeigt eine TeamBank-Befragung mit mehr als 1.700
Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Etwas mehr als die Hälfte würde beim
Urlaub sparen. Fast jede oder jeder Vierte würde den Rotstift bei der
Altersvorsorge ansetzen.
Die Crux für den Handel sei, dass einerseits Waren so teuer wie noch nie beschafft werden müssten, andererseits bereits jede zweite Österreicherin und jeder zweite Österreicher gezwungen sei, sich finanziell einzuschränken, räumte Will ein.
Im zweiten Quartal sei der Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum 2021 im Schnitt um 8 Prozent zurückgegangen, das zeigt eine Blitzumfrage des Handelsverbands unter 172 Handelsbetrieben. 75 Prozent verzeichnen aktuell Lieferverzögerungen bzw. -engpässe, 41 Prozent haben mit Personalmangel zu kämpfen. Bei 15 Prozent der Betriebe sei deshalb nur ein eingeschränkter Betrieb - bis hin zu Filialschließungen - möglich.