Am Freitag wurden in Österreich sieben neue Fälle der Affenpocken gemeldet.
In Österreich sind sieben weitere Fälle von Affenpocken aufgetreten, sechs davon in Wien. Somit erhöht sich die Fallzahl hierzulande auf elf, informierte das Gesundheitsministerium am Freitag in einer Aussendung. Bisher waren zwei Fälle in Wien und zwei in Niederösterreich bekannt geworden. Die Erkrankung ist seit einigen Wochen in Österreich meldepflichtig. Auch die Erhebung von Kontaktpersonen der Neuerkrankten läuft bereits, so das Ministerium.
In Österreich wurden sieben neue Affenpocken-Fälle gemeldet
Die Gesundheitsbehörden in den betroffenen Bundesländern haben die notwendigen Maßnahmen veranlasst und die weiteren Fälle werden den internationalen Gesundheitsbehörden gemeldet. Bisher hat nur Wien die sechs weiteren Fälle bestätigt, wie das Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) gegenüber der APA sagte. Somit hat es insgesamt acht Affenpocken-Erkrankte in der Bundeshauptstadt gegeben, wobei sich ein Patient wieder davon erholt hat. Die restlichen sieben Betroffenen sind behördlich abgesondert. Keiner der Wiener Affenpockenfälle wird derzeit in einem Spital behandelt.
Sechs Fälle in Wien bei Männer im Alter von 20 bis 50 Jahren
Bei den Fällen in Wien handelt es sich um Männer im Alter zwischen 20 und 50 Jahren. Die Symptome gehen von ganz leichten Fällen mit wenigen vereinzelten Pusteln bis zu breitflächigeren Ausschlägen. "Soweit wir das bisher eruieren konnten, ist keine der Personen gegen Pocken geimpft", hieß es aus dem Hacker-Büro. Die bekannten Spitalsaufenthalte bisher waren allerdings reine Vorsichtsmaßnahme, die Krankheitsverläufe selbst machten keinen Spitalsaufenthalt zwingend notwendig, hieß es.
Impfung gegen Affenpocken medizinisch nicht notwendig
Eine
Impfung der Allgemeinbevölkerung gegen Affenpocken sei aus aktueller
Sicht medizinisch nicht notwendig und stehe in Österreich deshalb nicht
zur Diskussion, betonte das Ministerium. Affenpocken werden in erster
Linie im direkten Kontakt übertragen. Allerdings läuft derzeit die
Beschaffung eines gegen Affenpocken zugelassenen Impfstoffs in
Abstimmung mit den europäischen Behörden. Sobald dieser verfügbar ist,
werde das Gesundheitsministerium bekannt geben, ob bzw. für welche
Personengruppen dieser eingesetzt werden soll.
Gefahr der Verbreitung der Affenpocken bei Festivals und Partys
Weil das
Regionalbüro Europa der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor der die
Gefahr einer weiteren Verbreitung der Affenpocken bei bevorstehenden
Festivals und großen Partys gewarnt hat, hat das Gesundheitsministerium
ein neues Merkblatt mit wichtigen Tipps zum Schutz vor übertragbaren
Krankheiten erarbeitet und veröffentlicht. Neben den Affenpocken
behandelt dieses Infoblatt auch sexuell übertragbare Infektionen (STIs)
und Covid-19. Dazu wurden wesentliche Tipps zur Vorbeugung und zum
Vorgehen beim Verdacht auf eine Infektion zusammengefasst.
Broschüre für Teilnehmer von Festivals und Großevents
Die
Broschüre soll als Begleiter für Teilnehmerinnen und Teilnehmer von
Großveranstaltungen, Festivals und Feiern sein. Das
Gesundheitsministerium informiert damit auch Veranstalter und
Organisator von Events über Maßnahmen zur Vorbeugung von übertragbaren
Krankheiten.