Dieses Wochenende hat sich der Klimarat der Bürgerinnen und Bürger in Salzburg zum sechsten und letzten mal getroffen. Den finalen Bericht bekommt die zuständige Ministerin Leonore Gewessler (Grüne) am 4. Juli.
Sie wolle auf jeden Fall alle Vorschläge "ernsthaft" prüfen, so Gewessler. An den vergangenen fünf Wochenenden haben 100 per Zufallsprinzip ausgewählte Menschen in zehn Arbeitsgruppen eine Vielzahl an möglichen Maßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität im Jahr 2040 erarbeitet. "Ich finde das großartig", sagte Gewessler und dankte diesen für das Engagement.
"Sie werden
auf alle Vorschläge auch Rückmeldungen bekommen", betonte die
Klimaministerin: "Wir werden alle genau prüfen." Freilich werde auch
einiges umgesetzt. "Ich kann aber nicht versprechen, dass wir alle
umsetzen werden können."
Und selbstverständlich nehme auch die
gesamte Bundesregierung den Klimarat ernst, meinte Gewessler
angesprochen auf die jüngsten Äußerungen des VP-Klimasprechers Johannes
Schmuckenschlager, der den Klimarat eine "untaugliche" PR-Aktion der
Ressortchefin nannte und meinte, dass dessen Empfehlungen für ihn keine
Relevanz hätten. Das sei die Stimme eines Abgeordneten, so Gewessler,
die viele gegenteilige Stimmen in der Volkspartei ortet.
Der
Klimarat einigte sich auf mehr als 90 Empfehlungen, wie es in einer
Aussendung am Sonntag hieß. In den kommenden Wochen werden diese zu
Papier gebracht und Anfang Juli der Öffentlichkeit präsentiert. Im
Anschluss findet dann die Übergabe an die Politik statt.