Im J ahr 2021 gab es bei Unfällen auf Eisenbahnkreuzungen in Österreich sieben Tote. Dazu wurden neun Menschen schwer und 21 leicht verletzt.
Österreichweit gab es 2021 insgesamt 60 Zusammenstöße bzw. Unfälle an Bahnkreuzungen, um sechs weniger als 2020. Am Donnerstag findet der "Internationale Tag für mehr Sicherheit an Eisenbahnkreuzungen statt", in diesem Zusammenhang setzen die und Aufklärung der Verkehrsteilnehmer.
Sieben Tote 2021 bei Unfällen bei Eisenbahnkreuzungen in Österreich
Im Jahr 2019 gab es zehn Tote, 19 Schwerverletzte und 37 Leichtverletzte. Im ersten Corona-Jahr 2020 waren es dann zwölf Tote, neun Schwerverletzte und 21 Leichtverletzte bei Unfällen auf Eisenbahnkreuzungen.
2010 gab es bei mehr Eisenbahnkreuzungen 109 Unfälle
Im Jahr 2010 waren es bei deutlich mehr Eisenbahnkreuzungen noch 109 Unfälle
gewesen. Die ÖBB reduzieren laufend die Zahl der Übergänge. Gab es im
Jahr 2000 noch knapp über 6.000 Eisenbahnkreuzungen, so wurde die Anzahl
mit derzeit 3.035 im österreichischen Netz der ÖBB nahezu halbiert.
Durchschnittlich werden jährlich 25 Eisenbahnkreuzungen aufgelassen, 2021 Jahr waren es mit 40 deutlich mehr als im langjährigen Durchschnitt, berichtete die Bahn in einer Aussendung.
Von 3.000 Eisenbahnkreuzungen sind 1.685 technisch gesichert
Von
den mehr als 3.000 Eisenbahnkreuzungen sind 1.585 technisch gesichert,
also mit einem Lichtzeichen und/oder Schranken ausgerüstet. Zusätzlich
werden auch weitere technische Maßnahmen wie etwa Bodenmarkierungen oder
der Einbau von Fahrbahnlichtern gesetzt, um die Aufmerksamkeit vor den
Kreuzungen zu erhöhen. Auch die Rotlichtüberwachung an
Eisenbahnkreuzungen spielt eine immer größere Rolle. Derzeit sind solche
Anlagen österreichweit an 100 Standorten aufgestellt. Aufgezeichnet
wird, ob Straßenverkehrsteilnehmer die Haltelinie überfahren, wenn die
Lichtzeichen beim Bahnübergang Rot zeigen.
Nahezu 99 Prozent der Unfälle laut Bahn wegen Unaufmerksamkeit
In nahezu 99 Prozent der Unfälle
ist laut Bahn mangelnde Aufmerksamkeit der Straßenverkehrsteilnehmer
das Problem. Der Bremsweg eines Zuges beträgt das Zehnfache im Vergleich
mit dem eines Autos - manchmal sogar noch mehr. Daher ist das
rechtzeitige Stehenbleiben eines Zuges vor einem Hindernis meist nicht
möglich. Auch Gewohnheit macht blind: Gerade ortsansässige Personen, die
täglich Eisenbahnkreuzungen queren, sind besonders gefährdet.
Lenker immer wieder auf Gleisen zwischen Schranken eingesperrt
Immer wieder kommt es auch vor, dass Lenker auf den Gleisen zwischen den Schranken eingesperrt werden. Dann hilft nur noch Gas geben, betonen die ÖBB. Die Schrankenbäume sind so konstruiert, dass sie beim Durchfahren nachgeben. Manchmal kann das Auto den Schranken auch einfach hochdrücken. Nach dem Durchfahren des Schrankens muss der Schaden der Polizei und der Versicherung gemeldet werden.