Die UNOS, die Fraktion der NEOS in der Wirtschaftskammer, verzichten auf die Position des Vizepräsidenten der Wirtschaftskammer Wien (WKW).
Bei dem Posten handelt es sich um einen "kooptierten" Vizepräsidenten im Präsidium der WKW, der lediglich eine beratende Stimme besitzt, aber dennoch eine monatliche Funktionsentschädigung von 5.000 bis 7.000 Euro erhält. Laut UNOS stehe das, was in dieser Funktion bewirkt werden könne, in keinem angemessenen Verhältnis zur erhaltenen Aufwandsentschädigung, weshalb sie die Funktion nun zurückgeben.
Anlass sei der Start informeller Gespräche zwischen den Fraktionen über eine Reform der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), hieß es auf APA-Anfrage. UNOS-Bundessprecher Michael Bernhard rief in einer Aussendung alle anderen Fraktionen auf, ebenfalls auf kooptierte Vizepräsidenten und -präsidentinnen zu verzichten. Die UNOS selber haben nach Eigenangaben keine weiteren bezahlten Vizepräsidentenposten inne. Sie sehen diesen Schritt als Beitrag zur Reformdebatte und fürchten auch nicht, dadurch an Einfluss in der Reformgruppe zu verlieren. Wie bereits gegenüber dem "Kurier" hieß es auch auf APA-Anfrage, der Schritt habe nichts mit den Turbulenzen rund um den WKW-Präsidenten Walter Ruck zu tun.