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Ausgesetzte Tiere vor Ostern: Kaninchen und Hühner entdeckt

Heute, 07:00

Wenige Tage vor Ostern sind in Salzburg und Oberösterreich ausgesetzte Tiere gefunden worden. Die Pfotenhilfe warnt vor unüberlegten Lebendgeschenken und erinnert an die Verantwortung von Tierhaltern.

Am Tierschutzhof Pfotenhilfe wurde zuletzt ein Kaninchen aufgenommen, das allein auf einer Wiese in Bürmoos (Sbg) entdeckt worden war. Kurz darauf wurden auch drei Hühner im Gemeindegebiet von Munderfing (OÖ) aufgegriffen, nachdem sie dort umherirrten. Mitarbeiter der Organisation fingen die Tiere ein.

Warnung vor spontanen Anschaffungen zu Ostern

Pfotenhilfe-Leiterin Johanna Stadler sieht einen Zusammenhang mit bevorstehenden Feiertagen. "Ich befürchte, dass es sich bei den Tieren um inzwischen ungewollte Geschenke handelt, an denen man das Interesse verloren hatte", sagt sie. "Große Feste wie Geburtstage, Weihnachten und Ostern sind keinesfalls passende Zeitpunkte, ein neues Familienmitglied aufzunehmen. Ein Tier muss stressfrei in einem neuen Zuhause ankommen. Wenn ein Haustier einzieht, darf man keinesfalls den flauschigen Verlockungen des Handels oder sogenannter Kleintiermärkte und -schauen erliegen. Ein Tier darf niemals ein Spontankauf sein!"

Abgaben oft vor Ferienbeginn

Nach Angaben der Pfotenhilfe häufen sich Abgaben solcher Tiere jedes Jahr insbesondere vor den Sommerferien. Viele Halter würden erst kurz vor dem Urlaub feststellen, dass keine Betreuung organisiert wurde.

Für Familien, die über ein Haustier nachdenken, empfiehlt die Organisation eine bewusste Entscheidung nach den Feiertagen. Als Alternative zu Lebendtieren im Osternest nennt Stadler etwa Gutscheine für Tierheimbesuche, Fachliteratur oder Stofftiere.

Käfighaltung verboten

Wer sich dennoch für ein Haustier entscheidet, sollte sich der Haltungsbedingungen bewusst sein. Die Pfotenhilfe weist darauf hin, dass die Käfighaltung von Kaninchen und Hühnern in Österreich seit Jahren verboten ist – auch im privaten Bereich.

(Red)

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