Wie das Amen in der Kirche - bei einem Viertel der österreichischen Bevölkerung steht am Karfreitag fest Fisch auf dem Speiseplan. An diesem Tag gedenken Christen der Kreuzigung Jesu.
Am Karfreitag variieren die Geschlechter im Hinblick auf ihr Traditionsbewusstsein: 31 Prozent der Männer halten sich an die religiöse Fastenvorschrift, während dies bei den Frauen 20 Prozent tun, ergab eine Umfrage im Auftrag des Lebensmittelkonzerns Iglo am Dienstag.
Steht grün in der christlichen Farbenlehre für Leben und Hoffnung, können offenbar besonders junge Menschen eine Portion davon gebrauchen: Bei über einem Drittel (34 Prozent) der 18- bis 29-Jährigen landet Spinat am Gründonnerstag auf dem Teller. 2025 seien laut Iglo 4,4 Millionen Packungen Tiefkühlspinat vor Ostern verkauft worden. Das waren 45 Prozent der gesamten Jahresmenge. Gründonnerstag ist der fünfte Tag der Karwoche, Christen gedenken des letzten Abendmahles Jesu am Vorabend der Kreuzigung. Dem Brauch zufolge essen viele Menschen an dem Tag grünes Gemüse - obwohl sich die Bezeichnung Gründonnerstag eigentlich vom Wort "greinen" (weinen, klagen) ableitet.
Am traditionsbewusstesten zeigen sich laut der Umfrage Kärntner und Steirer: Dort isst beinahe jeder Zweite immer Spinat am Gründonnerstag. Fisch am Karfreitag kommt bei mehr als einem Drittel immer auf den Tisch. Laut der Statistik Austria hatten 2021 rund 59 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher ein katholisches oder evangelisches Religionsbekenntnis. 2001 waren es noch über 78 Prozent.