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Black Friday und Cyber Monday: EU deckt Verkaufstricks auf

Heute, 07:00

Laut der Europäischen Kommission hat fast ein Drittel der überprüften Online-Händler an Black Friday oder Cyber Monday falsch über Rabatte informiert. Dies stellten Verbraucherschutzbehörden an den Aktionstagen Ende November oder Anfang Dezember 2025 fest.

Verbraucherschützer aus 23 EU-Staaten, einschließlich Österreich, sowie Island und Norwegen untersuchten die Verkaufstaktiken von 314 Online-Händlern an Black Friday oder Cyber Monday. Viele Portale verstießen gegen EU-Verbraucherrecht, da 30 Prozent fälschlicherweise ihre Rabatte angaben. Laut EU-Recht muss der Referenzpreis für einen Rabatt der niedrigste Preis der letzten 30 Tage sein.

Unterschiedliche Verkaufstricks am Black Friday und Cyber Monday

Die Behörden identifizierten zudem einige Verkaufstaktiken. Mehr als die Hälfte der Händler (6 von 10), die Preisvergleiche nutzten (34 Prozent), erläuterten die Referenz für den Preis nicht eindeutig. Knapp ein Fünftel (18 Prozent) verwendete Druckverkaufstechniken wie etwa einen Countdown-Timer, wobei mehr als die Hälfte dieser Fälle irreführend gewesen seien. Weiter versuchten Portale (36 Prozent), den Warenkörben optionale Artikel hinzuzufügen - in einigen dieser Fälle ohne nach Zustimmung zu fragen (4 von 10).

Black Friday und Cyber Monday böten eine große Chance für Unternehmen und Verbraucher, teilte die zuständige Vizepräsidentin der EU-Kommission, Henna Virkkunen, mit. "Ein gutes Schnäppchen ist jedoch keine Entschuldigung, um die Regeln zu betrügen. Verbraucher erwarten eine faire Behandlung, egal ob sie online oder offline einkaufen."

Solche EU-weiten Untersuchungen, sogenannte Sweeps, werden von der Europäischen Kommission koordiniert und gleichzeitig von den zuständigen nationalen Behörden durchgeführt. Die zuständigen Verbraucherschutzbehörden können nun Maßnahmen gegen die betroffenen Unternehmen ergreifen.

(APA/Red)

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